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Ärzte rätseln: Wurde er angeschossen? Ein Mann hat urplötzlich Schmerzen

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Von: Ulrike Pflüger-Scherb

Ärzte rätseln: In Kassel wurde möglicherweise ein Mann angeschossen (Symbolbild).
Ärzte rätseln: In Kassel wurde möglicherweise ein Mann angeschossen (Symbolbild). © Federico Gambarini/picture alliance/dpa

In Kassel empfindet ein Mann plötzlich Schmerzen. Die Ärzte rätseln: Wurde die Verletzung durch einen Schuss verursacht?

Kassel - Einem 35-jährigen Mann aus Gudensberg im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis ist am Samstagabend (01.02.2020) im Stadtteil Bettenhausen in Kassel möglicherweise in ein Gliedmaß geschossen worden. Die Ermittler der Kripo suchen nun nach Zeugen. 

Laut Polizeisprecherin Ulrike Schaake hatte der 35-Jährige gegen 20 Uhr vor dem Haus an der Leipziger Straße 37, nahe des Platzes der Deutschen Einheit, neben einem Auto gestanden, als er plötzlich starke Schmerzen im Bereich eines Gliedmaßes verspürte. 

Kassel: Mögliche Schussverletzung - Die Ermittler suchen nach Zeugen

Ob Arm oder Bein verletzt wurden, darüber macht die Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen keine Angaben. Daraufhin begab er sich in ein Krankenhaus. Die Ärzte könnten nicht ausschließen, dass die Verletzung von einem Schuss stammt.

Warum jemand auf ihn geschossen haben könnte, sei dem Opfer völlig unklar.

Zur Aufklärung der Körperverletzung suchen die Ermittler des K 11 Zeugen, die am Samstagabend (01.02.2020) im Bereich der Leipziger Straße/ Platz der Deutschen Einheit verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder andere Hinweise geben können. Zeugen melden sich bitte unter der Telefonnummer 05 61/91 00 bei der Polizei in Kassel. 

Schüsse in Kassel: Ein Streit eskalierte auf offener Straße

Es wären in Kassel nicht die ersten Schüsse auf offener Straße: Auch ein Streit zwischen zwei Männern war eskaliert*. 

Erst vor wenigen Tagen hatten im Landkreis Kassel wohl mehrere Polizisten bei einer Verkehrskontrolle auf einen Mann geschossen. Er starb an den tödlichen Verletzungen.

Nach tödlichen Schüssen im Landkreis Kassel bei einer Verkehrskontrolle äußert sich jetzt ein Polizeiwissenschaftler zum Waffengebrauch im Polizeidienst. Gegenüber Messerangriffen seien die Beamten nahezu hilflos.

Insgesamt ist die Kriminalität in Hessen rückläufig. Sie sank im Jahr 2018 erneut, wie aus der Kriminalstatistik der hessischen Polizei hervorgeht. Mit rund 373.000 Straftaten wurden knapp 1 Prozent weniger gezählt als im Vorjahr 2017. Zehn Jahre zuvor, im Jahr 2008, waren noch mehr als 407.000 Straftaten registriert worden. Die Gefahr, in Hessen ein Opfer von Kriminalität zu werden, ist im Jahr 2018 so gering wie seit 40 Jahren nicht mehr, heißt es vom Innenministerium.  

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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