Feuerwehrauto auf Straße. Symbolbild.
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Bad Windsheimer Feuerwehr kann den Brand im Wohnhaus unter Kontrolle bringen. (Symbolfoto)

Zwei Tote

Großbrand bei Speditionsfirma Dröder nahe Fulda: Extremsituation für Einsatzkräfte 

Nach dem Großbrand auf dem Firmengelände der Spedition Dröder nahe der A 7 in der Nacht zu Pfingstsonntag ist am Dienstag ein zweiter Leichnam aufgefunden worden. Für die Einsatzkräfte war es eine Extremsituation, sagt Fuldas Kreisbrandinspektor.

Künzell - Nach dem Großbrand bei der Speditionsfirma Dröder in Künzell geht Kreisbrandinspektor Adrian Vogler aus Fulda* auf die psychischen Herausforderungen ein, die derlei Einsätze mit sich bringen: „Anderen Menschen im Notfall zu helfen, ist zwar ein positives Erlebnis. Doch der Feuerwehralltag birgt auch die Konfrontation mit dem Leiden und dem Sterben.“ Diese Extremsituationen würden von den Rettungskräften während des Einsatzes zunächst oft gar nicht wahrgenommen*, weil diese am Einsatzort professionell funktionierten.

Es sei jedoch nicht zu verkennen, dass es einen Unterschied mache, ob der Brand einer leeren Scheune gelöscht werden muss oder ob es sich um ein Gebäude handele, in dem sich Menschen befinden. Entsprechend stellten sich Belastungsreaktionen auf das Erlebte oft erst einige Tage später ein. „Das können Schlafstörungen sein, Konzentrationsstörungen, Unruhe oder Ängste. Nicht jeder kann diese Bilder im Kopf, die das Geschehene erzeugt hat, gut und zügig verarbeiten. Zurück bleibt bei manchen auch das Gefühl der Schwäche oder der Zweifel daran, alles getan zu haben.“ *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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