Oliver Glasner
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Frankfurts Cheftrainer Oliver Glasner gibt nach dem Spiel ein TV-Interview.

Glasner und das weiter akute Corona-Thema

Positiv, negativ, unklar: Bei Eintracht Frankfurt gibt es derzeit ordentlich Verwirrung um Corona-Tests. Gerüchte über zwei mögliche weitere Positivfälle kommentiert Glasner erst zurückhaltend und dann mit einem Scherz. In Augsburg soll der Anschluss nach oben gelingen.

Frankfurt/Main - Oliver Glasner hat keine große Lust mehr auf das Corona-Thema. Erst positiv, dann negativ, dann immer wieder unklar: Rund um die Testungen gibt es bei Eintracht Frankfurt derzeit jede Menge Verwirrung. Und so musste der 47 Jahre alte Österreicher am Freitag schon wieder zahlreiche Fragen beantworten, ob es denn zwei neue prominente Fälle in seinem Team gebe, wie in sozialen Medien und Chatgruppen gemunkelt wurde. Glasner schien der Frage vor dem Gastspiel beim FC Augsburg am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) nur kurzzeitig zu entkommen.

„Das ist einer der Gründe, warum ich in keinen sozialen Medien bin. Es wird viel zu viel geschrieben. Wenn irgendein Spieler definitiv ausfallen würde, dann hätte ich das heute gesagt. Bisher gibt es nichts“, sagte Glasner zunächst bei der obligatorischen Presserunde. Die Hessen wollen nach dem 2:3 gegen Borussia Dortmund, bei dem eine 2:0-Führung nicht ausreichte, den ersten Sieg im noch jungen Jahr 2022 einfahren.

Auf eine weitere Frage nach den beiden vom Verein nicht namentlich genannten Verdachtsfällen antwortete der Trainer kryptisch. Er könne nichts bestätigen oder dementieren. Glasner scherzte: „Ich habe heute noch am Nachmittag einen Call mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Wir werden das alles noch einmal durchsprechen mit den Gesundheitsämtern und dann schauen wir mal.“ Schon in der Vorwoche hatte es beim Europa-League-Starter unklare Testergebnisse gegeben, auf die die Eintracht mit Vorsichtsmaßnahmen reagierte. Neuzugang Jesper Lindström war erst positiv und dann negativ getestet worden, so dass er gegen Dortmund doch noch spielen konnte.

Glasner relativierte deshalb diesmal: „Bisher gibt es nichts. Aber ich habe letzte Woche gesehen, mit Prognosen vorsichtig zu sein. Es ist eine strange und komplizierte Zeit. Was ich heute sage, kann sich bis Sonntag noch mal verändern.“ Der Schweizer Djibril Sow und Almamy Touré aus Frankreich sind nach unklaren Testergebnissen in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Außenbahnspieler Danny da Costa befindet sich weiter in Quarantäne, er ist für die Augsburg-Reise keine Option.

Sportlich geht es darum, den Anschluss an die internationalen Ränge zu wahren und die Pflicht bei einem Abstiegsanwärter zu erfüllen. „Wir wollen in Augsburg gewinnen. Wir wissen, wir brauchen dafür eine sehr, sehr gute Leistung - die trauen wir uns auch zu“, sagte Glasner, der vor allem wieder auf seinen derzeit stark aufgelegten Stürmer Rafael Borré hoffen dürfte. Der Kolumbianer hatte gegen den BVB zuletzt zwei Tore erzielt und wird nach holprigem Saisonstart immer besser.

Der Niederlage trotz ordentlicher Leistung wollte Glasner nicht zu viel Bedeutung beimessen. „Ich habe die Trümpfe immer am liebsten in der eigenen Hand anstatt als in der Hand des Gegners. Es braucht die Tabelle nicht, um irgendjemand zu motivieren“, sagte der Chefcoach. Man habe gegen Dortmund an den starken Jahresendspurt 2021 angeknüpft und wolle dies auch in Augsburg tun. dpa

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