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Gießen zweiter Absteiger aus der Basketball-Bundesliga

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Nach Frankfurt erwischt es auch Gießen. Beide hessischen Clubs sind sportlich aus der Basketball-Bundesliga abgestiegen. Für den ehemaligen deutschen Meister wiederholt sich damit ein Szenario aus dem Vorjahr.

Gießen - Die Jobstairs Gießen 46ers stehen als zweiter Absteiger aus der Basketball-Bundesliga fest. Die Hessen verloren am Freitag gegen die Niners Chemnitz deutlich mit 70:91 (31:52) und haben bei noch drei auszutragenden Spielen keine Chance mehr auf den Klassenerhalt. Neben Gießen müssen auch die Fraport Skyliners aus Frankfurt sportlich die Liga verlassen. „Wir müssen das jetzt erstmal verarbeiten. Es ist enttäuschend und traurig. Jetzt muss etwas im Verein verändert werden“, sagte Gießens Profi Bjarne Kraushaar bei Magentasport.

Die Partie in der Sporthalle Gießen-Ost wurde durch ein schwaches zweites Viertel der Gastgeber entschieden. Lediglich vier Zähler erzielte der Club und kam auch nach dem Seitenwechsel nicht mehr zurück ins Spiel. Von den Fans gab es dennoch Applaus. „Natürlich erfreut das, aber die Enttäuschung überwiegt“, erklärte Kraushaar.

Von der Gießener Niederlage profitierten vor allem Rivale Syntainics MBC aus Weißenfels. Durch ein 91:79 (44:47) gegen die Löwen Braunschweig sicherte sich der Club aus Sachsen-Anhalt den Klassenerhalt.

Gut eine Woche nach dem Abstieg der Skyliners aus Frankfurt erwischt es damit auch den zweiten hessischen Club. Die 46ers waren bereits im Vorjahr sportlich abgestiegen, nahmen dann in der Folge aber am Wildcard-Verfahren teil. Gesellschafter des Vereins hatten dafür zusätzlich 700.000 Euro zur Verfügung gestellt. Mitbewerber Rasta Vechta ging bei der Vergabe leer aus, Gießen bekam ein weiteres Bundesliga-Jahr trotz des sportlichen Abstiegs.

Doch die Situation besserte sich nicht. Viele deutliche Pleiten prägten das Saisonbild des Traditionsvereins, der nach einem Abstieg im Jahr 2013 schon mal zwei Jahre in der zweiten Liga spielen musste. Die ganz großen Zeiten der Hessen, die 1965, 1967, 1968, 1975 und 1978 noch als MTV 1846 Gießen deutscher Meister wurden, sind ohnehin lange vorbei. Der letzte große Basketball-Star war John Bryant, der in diesem Januar nach Weißenfels wechselte. Der MBC hat nun die Klasse gehalten, Gießen nicht. Eine Bundesliga-Lizenz hat der Verein trotzdem frühzeitig beantragt. dpa

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