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Gießen: Uni-Präsident zieht Kandidatur in Berlin zurück

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Joybrato Mukherjee bleibt der Universität Gießen als Präsident erhalten. Er hat seine Bewerbung für das gleiche Amt an der Berliner Humboldt-Universität eine Woche vor der Wahl zurückgezogen. Er begründe seinen Rückzug damit, dass im Fall seiner Wahl das Präsidium nur mit Männern besetzt gewesen wäre, teilte die Berliner Uni mit.

Berlin/Gießen - Der Humboldt-Universität steht damit für die am 15. Februar angesetzte Wahl nur noch Julia von Blumenthal zur Verfügung. Sie sei als einzige Kandidatin in der Anhörung vor dem Konzil gewesen, sagte ein Sprecher der Humboldt-Universität am Dienstag. Eine Verschiebung des Wahltermins sei kein Thema: „Der Wahlvorgang bleibt, so wie er ist.“ Die Wahl in der kommenden Woche soll per Livestream für die Öffentlichkeit übertragen werden.

Wie aus der Mitteilung der Uni hervorgeht, bekam Mukherjee in Vorgesprächen eine unklare Resonanz auf seinen Vorschlag, das Präsidium um eine Position zu erweitern und eine Vizepräsidentin zu gewinnen. Deswegen rate er der Uni, das Augenmerk auf die Wahl einer Präsidentin zu legen, hieß es.

Die verbliebene Kandidatin von Blumenthal ist seit Oktober 2018 Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und war zuvor Dekanin der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät der HU und Professorin am Institut für Sozialwissenschaften.

Ende Januar waren von Blumenthal und Mukherjee als Kandidaten für das Amt bekannt geworden, das nach dem Rücktritt der früheren Präsidentin Sabine Kunst zum Jahresende frei geworden war. dpa

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