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Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und seine Frau Zübeyde.

Awo-Affäre

AWO-Affäre: Zübeyde Feldmann hat einen neuen Job

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Awo-Affäre in Frankfurt: Zübeyde Feldmann arbeitet künftig in Teilzeit – und für deutlich weniger Gehalt als in der Awo-Kita im Frankfurter Ostend.

  • Zübeyde Feldmann tritt neuen Job nach Awo-Affäre an
  • Awo-Kita in Sossenheim ist neuer Arbeitgeber
  • Ehepaar Feldmann zahlt Awo-Geld zurück

Frankfurt - Zübeyde Feldmann, die Frau von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), hat einen neuen Job. Sie arbeitet jetzt in einer Awo-Kita in Sossenheim. „Ich bin heute den ersten Tag hier“, bestätigte sie gestern auf Anfrage dieser Zeitung einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Sie leite eine Krabbel-Gruppe. Mehr wollte die OB-Gattin nicht sagen.

Zuvor hatte Zübeyde Feldmann kurze Zeit die deutsch-türkische Kita „Dostluk“ (Freundschaft) geleitet, welche die Awo im Ostend gegründet hatte. Dort soll sie ein ungewöhnlich hohes Gehalt bezogen haben. Nach ihrer Elternzeit hat Zübeyde Feldmann nunmehr die Teilzeitstelle an einer anderen, kleineren Kindertagesstätte angenommen. Damit reduziert sich auch ihr Gehalt.

Awo-Affäre: Zübeyde Feldmann in höchste Gehaltsstufe eingruppiert

Oberbürgermeister Peter Feldmann hatte zuletzt bereits im Frankfurter Stadtparlament auf eine Frage geantwortet: „Meine Frau hat sich nach der Elternzeit entschieden, eine Teilzeitarbeit aufzunehmen. Diese neue Tätigkeit unterscheidet sich von der Leitung der Kita Dostluk. Sie bekommt in diesem Zusammenhang auch ein anderes Gehalt.“ Der „Bild“-Zeitung zufolge ist Zübeyde Feldmann nun in Gehaltsstufe 3 eingestuft, was rund 3400 Euro brutto monatlich bedeutet - in Teilzeit entsprechend weniger. 

Als Leiterin der Kita Dostluk war sie als Berufsanfängerin direkt in der höchsten Gehaltsstufe 6 eingruppiert. Diese erreichen andere erst nach 17 Berufsjahren. Zudem wurde der Oberbürgermeistergattin ein Dienstwagen gestellt, den sie auch während der Elternzeit fuhr. Tatsächlich geleitet hat sie die Kita etwa drei Monate lang, durfte danach wegen ihrer Schwangerschaft nicht länger in der Kita arbeiten.

Awo-Affäre in Frankfurt:  Ehepaar Feldmann erstattet Geld zurück

Erst kürzlich hatte das Ehepaar Feldmann dem Ortsverein Frankfurt der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Geld zurückerstattet. Dabei handelte es sich um zwei vierstellige Beträge - einmal um „eine mittlere vierstellige“ Summe für die Nutzung des Dienstfahrzeugs, einmal um einen „niedrigen vierstelligen Betrag“ als „möglicherweise zu viel gezahltes Gehalt“, wie Nils Bremer, Sprecher von Oberbürgermeister Peter Feldmann, dieser Zeitung bestätigte. 

tjs

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