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Nosferatu-Spinne und Riesenzecke: Diese Insekten werden durch den Klimawandel in Hessen heimisch

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Von: Christoph Sahler

Spinnen und Insekten, die eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet sind, siedeln sich immer häufiger in Hessen an. Auf diese Tiere sollte man achten.

Frankfurt - Die Folgen des Klimawandels werden immer sichtbarer. Auch in Hessen führen Hitze und Trockenheit im Sommer inzwischen zu Ernteausfällen auf den Feldern und zu niedrigen Pegelständen der Flüsse. Im Winter warten die Menschen auf Schnee, der zuletzt lieber an Ostern als an Weihnachten fiel.

Und weil die Winter immer milder und die Sommer heißer werden, breiten sich immer mehr exotische Tiere, die eigentlich im Süden heimisch sind, auch in Frankfurt und Umgebung aus. Spinnen wie die Gottesanbeterin verbreiteten sich laut Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) derzeit stark, wie der Hessische Rundfunk (HR) jetzt berichtete.

Hessen: Nosferatu-Spinne, Hyalomma-Zecke und Co. auf dem Vormarsch

Die Hyalomma-Zecke, kann sogar für den Menschen eine Gefahr darstellen. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und bevorzugt warme und trockene Sommer. Die Art sei wohl über Zugvögel nach Deutschland gelangt und könne sich nun dank des Klimawandels auch in Hessen ausbreiten.

Die Nosferatu-Spinne ist auch in Hessen auf dem Vormarsch.
Die Nosferatu-Spinne ist auch in Hessen auf dem Vormarsch. © Robert Pfeifle/dpa

Klimawandel in Hessen: Hitze zieht Insekten aus Südeuropa an

Die giftige Nosferatu-Spinne stammt ebenfalls aus dem Mittelmeerraum und könnte über den Schiffsgüterverkehr nach Deutschland gelangt sein. 2005 wurde sie demnach das erste Mal in Deutschland nachgewiesen. Auch in Hessen wurde die Spinnenart schon gesichtet, nach Angaben der Hessenschau unter anderem in Bürstadt, Einhausen und Griesheim.

Auch die Wespenspinne fand vor 50 Jahren in Deutschland noch keinen Lebensraum, da es ihr damals hierzulande noch zu kalt war. Inzwischen taucht sie aber immer häufiger auch in Hessen auf. Wie die anderen drei Spinnen- und Insektenarten kommt auch die Wespenspinne aus Südeuropa. Sie kann beißen und ist giftig. Auch als Tiger- oder Zebraspinne bekannt, lauert sie im Nest ihrer Beute und lähmt sie mit ihrem Biss. (csa)

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