Ein Polizeifahrzeug im Einsatz bei Nacht. (Symbolbildsammlung)
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Die Razzien begannen in den frühen Morgenstunden. (Symbolbild)

Hausdurchsuchungen

Groß-Razzia nach Schießerei in Frankfurt – Mehrere Verdächtige festgenommen

  • Jasmin Jakob
    vonJasmin Jakob
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Bei einer Großrazzia nach einer Schießerei in Frankfurt durchsucht die Polizei 30 Gebäude in drei Bundesländern, zwei Männer werden festgenommen. 

  • In Frankfurt fielen am 29. Januar 2021 Schüsse auf einen Kiosk im Allerheiligenviertel.
  • Bei der Schießerei in der Frankfurter Innenstadt wurde ein Mann verletzt.
  • Rund zwei Monate später nimmt die Polizei bei einer Groß-Razzia zwei Verdächtige fest.

Frankfurt – Nach einer Schießerei Ende Januar in Frankfurt sind am Mittwoch (17.03.2021) zwei Männer im Rahmen einer großangelegten Razzia festgenommen worden. 190 Beamte der Landes- und Bundespolizei durchsuchten 30 Wohnungen und Geschäftsräumen in Frankfurt, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Wie eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft mitteilt, wurden der 29 Jahre alte mutmaßliche Schütze und ein 33-Jähriger, der ihn unterstützt haben soll, festgenommen. Beide gelten als dringend tatverdächtig und sollten noch am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden.

Ermittelt wird laut Staatsanwaltschaft derzeit gegen 18 junge Männer im Alter von 14 bis 39 Jahren wegen gemeinschaftlich versuchten Totschlags. Sie sollen am 29. Januar 2021 eine Gruppe von acht Personen angegriffen haben, die sich vor und in einem Kiosk im Frankfurter Allerheiligenviertel aufhielten. Desweiteren sollen die Männer gegen das Waffengesetz verstoßen und besonders schweren Landfriedensbruch begangen haben.

Nach Schießerei in Frankfurt wird gegen 18 Männer ermittelt

Nach bisherigen Ermittlungsergebnissen sind damals rund zwei Dutzend Personen mit acht Fahrzeugen vor dem Kiosk im Allerheiligenviertel erschienen: dunkel gekleidet und teilweise vermummt. Zwei Angreifer sollen mit langen Schlagstöcken, Baseballschlägern oder Holzlatten bewaffnet gewesen sein. Zwei mit Schusswaffen. Nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft handelt es sich dabei um die beiden im Zuge der Razzia festgenommenen Männer.

Der 29-Jährige soll – nachdem er sich mit seinen Begleitern abgesprochen hatte – mindestens fünfmal auf den Kiosk geschossen haben. Sein 33-Jähriger Begleiter soll ebenfalls Schüsse abgefeuert haben. Dass Menschen bei der Schießerei sterben, hätten er und seine Begleiter laut Staatsanwaltschaft mindestens in Kauf genommen.

Angreifer der Schießerei in Frankfurt durch Flaschenwürfe vertrieben

Von den Schüssen getroffen wurde dabei allerdings einer der Mitbeschuldigten, der einen Wadendurchschuss erlitt. Andere Personen wurden nicht verletzt. Die unter Beschuss stehenden konnten in das Innere des Kiosks fliehen. Von dort aus setzten sie sich laut Staatsanwaltschaft mit Flaschenwürfen gegen die Angreifer zur Wehr, die daraufhin fluchtartig den Tatort verließen. Das Tatmotiv bleibt weiterhin unklar.

Bereits in der Tatnacht konnte die Polizei in Frankfurt einen Tatverdächtigen festnehmen. Später stelle sich jedoch heraus, dass er an dem Geschehen nicht beteiligt war. (Jasmin Jakob)

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