Eine Frau steht mit einem bunten Regenschirm mit der Aufschrift „Future“ am globalen Streiktag für Soziale- und Klimagerechtigkeit der Klimaschutzbewegung Fridays for Future bei einer Abschlusskundgebung auf der Ignatz-Bubis-Brücke, während andere Demonstranten auf der Alten Brücke eine Kundgebung abhalten.
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Trotz Corona: Klima-Aktivisten von Fridays for Future planen in Frankfurt Protest-Aktionen. (Archivfoto)

Viele Demos in Hessen geplant

Weltweiter Klima-Protest auch in Frankfurt: Fridays for Future-Aktivisten demonstrieren wieder

  • Isabel Wetzel
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  • Jasmin Jakob
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Weltweit gehen die Jugendlichen unter dem Motto „Fridays for Future“ wieder auf die Straße: Auch in Frankfurt laufen Protest-Aktionen gegen die Klima-Politik.

  • Trotz Corona*: Klima-Aktivisten von Fridays for Future rufen weltweit zum Protest auf.
  • Demo und Kundgebung in Frankfurt* startet um 15 Uhr an der Bockenheimer Warte.
  • In vielen Städten Hessens wie Gießen, Fulda, Darmstadt und Wiesbaden sind Fahrrad-Demos geplant.

Update von Freitag, 19.03.2021, 17.30 Uhr: Auch in Hessen haben Hunderte Menschen am Freitag (19.03.2021) an dem von den von Fridays for Future-Aktivisten (FFF) aufgerufenen globalen Klimastreik teilgenommen. Unter dem Motto #NoMoreEmptyPromises - keine leeren Versprechungen mehr - sind Demonstrierende unter anderem in Frankfurt und Gießen auf die Straße gegangen.

250 Menschen fanden sich am Nachmittag an der Bockenheimer Warte in Frankfurt zusammen, wie ein Sprecher der Polizei bestätigte. Die Abschlusskundgebung ist ab 18 Uhr auf dem Römerberg geplant. In Gießen versammelten sich ebenfalls am Nachmittag geschätzt etwa 750 Radfahrer zu einer Sternfahrt, wie ein Sprecher sagte. Die Teilnehmer hatten sich demnach unter anderem aus Wetzlar oder Friedberg mit dem Fahrrad auf den Weg zur Fridays for Future Demonstration nach Gießen gemacht.

Die Organisatoren des globalen Klimastreiks wollten am Freitag (19.03.2021) in mehr als 50 Ländern gegen die Förderung fossiler Brennstoffe und eine aus ihrer Sicht verfehlte Klimapolitik protestieren. In Deutschland waren nach Angaben der Veranstalter unter Einhaltung von Hygieneregeln Präsenz-Aktionen in mehr als 210 Städten geplant. Auch in Fulda fand eine Fahrrad-Demo statt, berichtet fuldaer-zeitung.de*.

Fridays for Future demonstrieren wieder: Kundgebung in Frankfurt

Erstmeldung von Freitag, 19.03.2021: Frankfurt – Trotz Corona rufen die Klima-Aktivisten von Fridays for Future zum ersten Mal in diesem Jahr wieder zu weltweiten Protest-Aktionen auf. Mit dabei sind auch Jugendliche in vielen hessischen Städten: Doch die Corona-Inzidenzen steigen. Schon in den kommenden Tagen könnte der Lockdown in Deutschland durch strengere Maßnahmen wieder verschärft werden. Dennoch demonstrieren am Freitag (19.03.2021) allein in Frankfurt laut Polizei rund 250 Demonstranten.

Warum aber gerade jetzt, wo die Fallzahlen in Deutschland steigen und verschiedene Mutationen des Corona-Virus die Welt in Atem halten? Mitorganisatorin Luisa Neubauer, die als die Deutsche Greta Thunberg gilt, sagt dazu auf ihrem Instagram-Channel: „Wir brauchen eine Politik, die mehrere Krisen gleichzeitig ernst nimmt und eine Gesellschaft, die für eine gleichzeitige Bewältigung mehrerer Krisen einsteht.“

Kreativer Protest in der Corona-Krise: Fridays for Future lädt zu digitalen Protesten auf

Neben der Corona-Krise, die aktuell breite Teile des öffentlichen Lebens lahm legt, sei auch die Klima-Krise eine voranschreitende Bedrohung, die nicht aufgeschoben werden könne. Denn trotz Corona bleibe die Klima-Krise eine der größten Bedrohungen des 21. Jahrhunderts.

„Wir streiken morgen unter den schwierigsten nur denkbaren Bedingungen“, sagte die 24-Jährige in ihrem Instagram-Video vom Donnerstag (18.03.2021). Daher hätten sich die Klima-Aktivisten die kreativsten Konzepte wie Fahrrad-Demos oder digitale Streiks überlegt, um mit konsequenten Hygiene-Konzepten auf die Situation zu reagieren. Zudem arbeiteten die Organisatoren eng mit den örtlichen Gesundheitsämtern zusammen. Neubauer selbst will an der Demo in Berlin teilnehmen. Allein 200 Aktionen in Deutschland seien geplant, 50 Länder der Welt würden sich laut Neubauer am Klima-Protest-Tag beteiligen. Auch Carla Reemtsma, eine der Mitbegründerinnen der Fridays for Future-Bewegung in Deutschland hatte sich für die Dringlichkeit der Proteste ausgesprochen*.

Klima-Proteste starten in Frankfurt um 15 Uhr an der Bockenheimer Warte

In Frankfurt starten die Klima-Proteste um 15 Uhr an der Bockenheimer Warte. Von dort aus zieht der Demonstrationszug zum Römer, wo eine zehnminütige Kundgebung stattfinden soll. Aber auch in Gießen, Darmstadt, Fulda und Wiesbaden sind Fahrrad-Demos geplant.

Zuletzt hatten in Frankfurt im September 2020 an der Fridays for Future-Demo tausende Menschen teilgenommen. Die Veranstalter kündigten für die Demo an diesem Freitag (19.03.2021) bereits an, dass sie bei ihren Protest-Aktionen auf Abstand und das Tragen von Masken Wert legen, um das Ansteckungsrisiko gering zu halten.

Trotz Corona: Fridays for Future plant Klima-Proteste in Frankfurt

Mit Demos und Kundgebungen wollen die Jugendlichen von Fridays for Future für mehr Klimagerechtigkeit demonstrieren. Konkret wollen die Jugendlichen die Politik dazu auffordern, die gesetzten Klima-Ziele einzuhalten. In Frankfurt solle dazu die Umstrukturierung des Verkehrs angestrebt werden, wie die Klimaaktivisten dem Radiosender „FFH“ in einem Interview erzählen. Die Klima-Aktivisten wollen sich für einen autofreien Mainkai und mehr Solaranlagen auf Frankfurts Dächern einsetzen.

Die Frankfurter Protestaktionen werden ab 18 Uhr über YouTube, die Webseite von Fridays for Future Frankfurt sowie deren Social-Media-Kanäle gestreamt. (Jasmin Jakob) *fr.de, fnp.de und fuldaer-zeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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