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Datentreuhänder geht an den Start

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Das Land Hessen will einen europäischen Datentreuhänder aufbauen, der es ermöglicht, Daten aus verschiedenen Quellen des Finanzmarktes rechtssicher miteinander zu verknüpfen. Das Projekt European Data Trustee (EuroDaT) werde von der Bundesregierung mit rund zehn Millionen Euro gefördert, teilten Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) am Montag in Wiesbaden mit.

Wiesbaden - Weitere zehn Millionen Euro würden von privatwirtschaftlichen Projektpartnern investiert. Die Bundesförderung ist den Angaben zufolge bis Ende 2023 vorgesehen.

Der Datentreuhänder solle neutral und nicht profitorientiert arbeiten und damit einen wichtigen Beitrag zur europäischen Datensouveränität leisten. In einem ersten Schritt würden juristische, organisatorische und technologische Grundlagen geschaffen. Mit seiner Trägerschaft stelle das Land Hessen während der Projektdauer die Neutralität des Treuhänders sicher, hieß es.

Seine Funktion gehe dabei über eine rein technische Plattform hinaus: Der Treuhänder sichere denjenigen, die die Daten zur Verfügung stellen und denjenigen, die die Daten nutzen wollen, die Qualität der Daten zu. Außerdem stelle er sicher, dass dabei alle rechtlichen Vorschriften eingehalten würden. Die Daten könnten etwa bei der Geldwäscheprävention, Betrugserkennung oder in der Forschung helfen. dpa

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