Kinder und Jugendliche in der Corona-Falle
Drei Therapeuten aus Fulda berichten davon, worunter Kinder und Jugendliche im Corona-Lockdown leiden.
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Drei Therapeuten aus Fulda berichten davon, worunter Kinder und Jugendliche im Corona-Lockdown leiden.

Angst, Druck, Suizidalität

Kinder und Jugendliche im Corona-Lockdown: 70 Prozent mehr Anfragen bei Therapeuten in Fulda

Mit dem Sommer könnte man meinen, Corona sei vorbei. Doch nicht so in den Sprechstunden von Dr. Ulrich Müller, Verena Groß und Maria Spies. Die drei Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten aus Fulda können die Arbeit, die durch die Folgen von Corona entsteht, kaum noch bewältigen.

Fulda - „Wir müssten eigentlich noch samstags in unseren Praxen arbeiten. Und selbst dann könnten wir das Aufkommen nicht bewältigen“, erklärt Dr. Ulrich Müller. Müller ist seit über 20 Jahren in Fulda als Kinder- und Jugendpsychologe niedergelassen. Was er und seine beiden Kolleginnen, Verena Groß und Maria Spies, die ebenfalls in Fulda* praktizieren, in den vergangenen anderthalb Jahren zu bewältigen hatten, scheint auch langsam an ihnen zu zehren.

„Bundesweit spricht man von 40 bis 60 Prozent mehr Terminnachfragen in der Psychotherapie*. Ich habe bei mir einmal überschlagen und komme sogar auf 70 Prozent“, berichtet Groß. Ihre beiden Kollegen nicken. Die Zahlen kommen in etwa auch bei ihnen hin. Zwar bieten alle drei Erstgespräche an, ein Therapieplatz ist für sie jedoch schwer, bis gar nicht mehr zu vergeben. Der Grund für die hohe Nachfrage in den letzten Monaten ist das, was seit Monaten an menschlichen Psychen weltweit nagt: die Corona*-Pandemie und der Lockdown, der soziale Kontakte auf ein Minimum reduziert hat. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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