1. Startseite
  2. Rhein-Main & Hessen

Achteinhalb Jahre Haft nach Tötungsversuch in Lichtschacht

Erstellt: Aktualisiert:

Justiz
Ein Mikrofon in einem Gerichtssaal. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Ein in Frankfurt wegen Vergewaltigung und versuchten Totschlags zu achteinhalb Jahren Haft verurteilter Mann hat gegen das Urteil Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Das bestätigte das Landgericht am Freitag. Der 44-Jährige hatte das Urteil der Schwurgerichtskammer bereits nach dessen Verkündung in der vergangenen Woche lautstark als „Unrechtsurteil“ bezeichnet.

Frankfurt/Main - In dem Prozess sammelte das Gericht laut Urteil genügend Beweise für die Täterschaft des Angeklagten. Nachdem der Somalier das 53 Jahre alte Opfer im Juli vergangenen Jahres zufällig kennengelernt hatte, erzwang er zunächst in dem Lichtschacht im Frankfurter Bankenviertel den Geschlechtsverkehr. Anschließend versuchte er, die Frau zu töten, was jedoch von Passanten verhindert werden konnte. Bei dem Angriff mit einer Glasflasche verletzte sich der Angeklagte schließlich selbst erheblich - bei seiner Festnahme war er blutüberströmt.

Während der Angeklagte stets von einem einvernehmlichen Geschlechtsverkehr sprach, glaubte das Gericht der Aussage der als glaubwürdig bezeichneten Frau. Der ursprünglich erhobene Vorwurf des versuchten Verdeckungsmordes war bereits von der Staatsanwaltschaft fallen gelassen worden. Es habe an den Mordmerkmalen gefehlt. dpa

Auch interessant