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Zwei Auszeichnungen für die Hanauer Festspiele

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Grund zur Freude: Kira Primke.
Grund zur Freude: Kira Primke. © Morris Mac Matzen/PM

Bei der Verleihung des Deutschen Musical-Theater-Preises in Hamburg haben die Brüder-Grimm-Festspiele zweimal abgeräumt. Sowohl in der Kategorie „Bestes Kostüm- und Maskenbild“ als auch in der Kategorie „Beste Darstellerin in einer Nebenrolle“ konnten sich die Hanauer Festspiele gegen die Konkurrenz aus dem gesamten deutschsprachigen Raum durchsetzen. Erstmals seit fünf Jahren ist den Hanauern damit wieder der Sprung aufs Siegertreppchen gelungen.

Hanau/Hamburg – Anke Küper, Kerstin Laackmann und Wiebke Quenzel knüpfen mit dieser Auszeichnung gleich in ihrem ersten Jahr als Team an die Erfolge der ehemaligen Kostümbildnerin Ulla Röhrs an. Die drei erhielten die Trophäe für ihre Entwürfe für das Musical „Drosselbart!“. Kira Primke, die im Stück „Brüderchen und Schwesterchen“ als Mutter mitwirkte, wurde als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

„Das ist ein wunderbares Ergebnis“, freut sich Intendant Frank-Lorenz Engel, der die Preisverleihung persönlich vor Ort verfolgte. „Ich bin unglaublich glücklich, dass die Arbeit der Brüder-Grimm-Festspiele wieder einmal so umfassend gewürdigt wurde.“ Es sei für Anke Küper, Kerstin Laackmann und Wiebke Quenzel ein besonderer Ansporn und eine Herausforderung für die Zukunft zugleich, schon in ihrem ersten Jahr solch ein Ausrufezeichen setzen zu können. Als sehr zugewandt und freundschaftlich hat der Intendant den besonderen Dank von Kira Primke an ihre ebenfalls als beste Nebendarstellerin nominierte Theatertochter und Konkurrentin Johanna Haas bezeichnet. „Kira betonte, dass die eigene Leistung nur volle Kraft entfalten kann, wenn das Gegenüber seinen Teil dazu beiträgt.“

Brüder-Grimm-Festspiele Hanau waren in sieben Kategorien und mit zwei Stücken nominiert

Die Tatsache, dass die Hanauer Festspiele in sieben Kategorien und mit zwei Stücken nominiert waren, unterstreiche eindrucksvoll „die beachtliche Qualität und das Niveau der Inszenierungen“, betont Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Beim diesjährigen Musical- Preis war „Drosselbart!“ in den fünf Kategorien beste Regie (Christoph Drewitz), beste Liedtexte (Peter Lund), beste Komposition (Wolfgang Böhmer), bestes musikalisches Arrangement (ebenfalls Wolfgang Böhmer) sowie bestes Kostüm- und Maskenbild nominiert. Das Stück „Brüderchen und Schwesterchen“ war mit einer zweifachen Nominierung für die Kategorie „Beste Nebendarstellerin“ vertreten – also mit zwei Konkurrentinnen aus dem gleichen Ensemble.

Die Sieger in der Kategorie „Bestes Kostüm- & Maskenbild“: Anke Küper, Kerstin Laackmann und Wiebke Quenzel.
Die Sieger in der Kategorie „Bestes Kostüm- & Maskenbild“: Anke Küper, Kerstin Laackmann und Wiebke Quenzel. © -

Einen Glückwunsch übermittelte Intendant Frank-Lorenz Engel außerdem an Bart Le Clerq, der seit vielen Jahren zum Ensemble der Festspiele gehört. Der Choreograf konnte sich in diesem Jahr mit seiner Arbeit für die Freilichtspiele Tecklenburg („Der Besuch der alten Dame“) in der Kategorie „Beste Choreografie“ durchsetzen.

Der Deutsche Musical-Theater-Preis, ausgelobt von der Deutschen Musical-Akademie, wird seit 2014 verliehen. Die Brüder-Grimm-Festspiele können etliche Nominierungen und auch bereits einige Auszeichnungen vorweisen: 2016 für das beste Kostüm- und Maskenbild (Ulla Röhrs und Wiebke Quenzel, „Rapunzel“) sowie 2017 für die besten Liedtexte (Kevin Schroeder, „Vom Fischer und seiner Frau“) und die beste Darstellerin in einer Hauptrolle (Anna Montanaro, „Vom Fischer und seiner Frau“).  kd

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