Nichts von der Stange: Die Stücke haben durchaus ihren (Auktions-)Preis, allerdings haben die Studierenden teils über 40 Arbeitsstunden darin investiert. Foto: Andrea Pauly

Hanau

Zeichenakademie: Schmuckstücke unter dem Hammer

Hanau. Unter dem Motto „richtungsweisend“ fand der diesjährige Gala-Abend mit Schmuckauktion der Staatlichen Zeichenakademie in den neuen Veranstaltungsräumlichkeiten der Alten Johanneskirche statt.

Von Andrea Pauly

Bereits zum neunten Mal wurden Schmuckstücke und Objekte der Studierenden für einen guten Zweck unter den Hammer gebracht. 43 Werke kamen in die Versteigerung und am Ende des Abends belief sich der Erlös der Versteigerung auf 12 240 Euro. Nach Abzug der entstanden Kosten verbleibe so ein der Gewinn von 8500 Euro, die jetzt für Schüler-Workshops mit richtungsweisenden Künstlern verwendet werden kann, so Organisator und Akademie-Lehrer Peter Koch.

Nach der Eröffnung durch Gastgeberin Pfarrerin Heike Mause und der Begrüßung durch Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck schwang Peter Koch den Hammer für die Auktion. Das teuerste Stück war der Halsschmuck der angehenden Graveurin Celina Seipel für 590 Euro, gefolgt vom Schmuckset „Die Richtung bestimmst Du“ von Lisa Fleßner für 500 Euro und den Ohrhängern „100 Jahre Bauhaus“ von Leonie Mehler für 420 Euro.

Kompetente Moderation

Teils über 40 Arbeitsstunden hatten die angehenden Gold- und Silberschmiede und Studenten des Design-Managements für die gute Sache zur Verfügung gestellt – unterstützt von allen Lehrern der Akademie. In diesem Jahr wurden zum ersten Mal unterschiedliche Materialien verarbeitet. So wurden einige Stücke aus Gold, Silber und Tantal, dem seltensten Metall der Welt, gefertigt, dazu kommt jeweils noch ein Edelstein.

Mit dem Edelsteinhändler „Berckwerk“ aus Hamburg, der Scheideanstalt Schiefer undamp; Co und der Firma Tantec aus Gelnhausen hatte man Partner gefunden, die diese Aktion unterstützten. Peter Koch, der Auktionator des Abends und die betreuende Lehrkraft der Aktion, freute sich auch über den innerstädtischen ganz neuen Veranstaltungsort in der Alten Johanneskirche. Denn man wolle sich mit diesen Auktionen außerhalb der Schule der Stadtgesellschaft präsentieren und Menschen für handgefertigten, außergewöhnlichen und innovativen Schmuck begeistern, erklärte der Lehrer, der die Veranstaltung mit Witz und Kompetenz moderierte.

Zwischen 5000 und 10 000 Euro kamen bei den vorangegangen Auktionen zusammen. Diese wurden gespendet oder für schulische Projekte verwendet. Die Sophie-Scholl-Schule Hanau, die Goldschmiede im Hessenpark – ein Projekt der Staatlichen Zeichenakademie – wurden bereits durch eine Auktion finanziell unterstützt. Fotokurse, Studienfahrten nach Idar-Oberstein oder Messeauftritte der Schülerfirma „Akademie Label“ wurden finanziert und soziales Engagement zeigte man, indem man an die Opfer der Reaktorkatastrophe in Fukushima und das Frauenhaus Hanau unterstützte.

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