Umbauarbeiten auch an der Tümpelgartenschule: Hier wird dem veränderten Raumbedarf für die verbliebenen vier Klassen Rechnung getragen. Foto: Archiv

Hanau

An vier Hanauer Schulen starten dieses Jahr größere Baumaßnahmen

Hanau. Mit Beginn der Sommerferien sollen an gleich vier Hanauer Schulen größere Um- und Neubauarbeiten zur Modernisierung oder Erweiterung beginnen. Von den Baumaßnahmen betroffen sind die Geschwister-Scholl-Schule, die Friedrich-Ebert-Schule, die Kaufmännischen Schulen/Erich-Kästner-Schule sowie die Tümpelgartenschule.

Von Reinhold Schlitt

Das teilten Hanaus Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und der Leiter des Schulverwaltungsamts, Frank Bornmann, am Donnerstagabend im Fachausschuss für Kultur, Schule und Sport des Stadtparlaments mit.

Steinheimer Geschwister-Scholl-Schule:Hier werden die Mensa und ein Schülerbetreuungsraum neu gebaut. Damit soll es gelingen, die Schülerbetreuung komplett in die Schulräume zu verlegen und den bisherigen Ausweichstandort Marstall aufzugeben. Ferner sind der Einbau eines Personenaufzugs und die Modernisierung mehrerer Klassenräume sowie die Erneuerung des Sanitärbereichs vorgesehen.

Klein-Auheimer Friedrich-Ebert-Schule: Durch entsprechende Umbauten sollen im Schulgebäude künftig insgesamt 16 Klassenräume, drei Betreuungsräume, eine Mensa und eine Schulbibliothek zur Verfügung stehen. Mit diesem erweiterten Angebot wären dann auch die räumlichen Voraussetzungen für eine komplette Vierzügigkeit (vier Klassen einer Jahrgangsstufe) gegeben. Auch an dieser Schule wird es – dem Inklusionsgedanken folgend – künftig einen Personenaufzug geben.

Erich-Kästner-Schule und die angrenzenden Kaufmännischen Schulen in Nordwest: Freuen können sich die Schülerinnen und Schüler, weil die Bedingungen für die Schülerverpflegung beider Schulen erheblich verbessert werden. So beginnen in den Sommerferien auf dem gemeinsam genutzten Schulhof die Bauarbeiten für ein separates Gebäude, in dem eine Mensa sowie vier neue Betreuungsräume untergebracht werden. Damit endet dann vor allem das Provisorium der Mittagsversorgung des Ganztagsbereichs der Erich-Kästner-Schule. Die neue Mensa soll neben der gastronomischen Versorgung den Kaufmännischen Schulen als Aula dienen. Bei einer Reihenbestuhlung, so die Planung, hätten dort rund 200 Schülerinnen und Schüler sowie eine Bühne mit entsprechender Licht- und Beschallungstechnik Platz. Bisher müssen die Absolventen der „Kaufmännischen“ für ihre Veranstaltungen auf das Comoedienhaus in Wilhelmsbad ausweichen.

Tümpelgartenschule im Stadtteil Lamboy/Tümpelgarten: Hier wird dem veränderten Raumbedarf für die dort verbliebenen Klassen Rechnung getragen. Bekanntlich werden vier der bislang acht Klassen vorläufig in den Schulkomplex Hessen-Homburg integriert (wir berichteten). Die verbleibenden vier Klassen, darunter eine sogenannte Intensivklasse (Hilfe für Schüler, die grundlegende Deutschkenntnisse erwerben müssen), sollen innerhalb der Schule in anderen Gebäudeteilen untergebracht werden. Bei Bedarf können die Tümpelgarten-Schüler die naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume am Schulzentrum Hessen-Homburg nutzen. Die von der Stadt vorgestellten und nunmehr verbindlichen Umbaumaßnahmen an den vier genannten Schulen werden voraussichtlich zum Schuljahresbeginn 2020/21 abgeschlossen sein.

Große Herausforderung für die Stadt

Hanau steht nach Angaben der Ausschussvorsitzenden Anne Dorothea Stübing mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung derzeit vor großen Herausforderungen bei der Schulneubauplanung und der Anpassung bestehender Gebäude an einen sich verändernden Bedarf. Vor allem für die großen Neubaugebiete sowie Quartiersumbauten in der Innenstadt bedürfe es einer klugen vorausschauenden Planung künftiger Schulraumangebote. Im Ausschuss wurden dazu aktuelle Zahlen und Prognosen zur Schülerentwicklung in der Kernstadt und in den Stadtteilen sowie für die einzelnen Schulformen vorgestellt. Wir berichten demnächst ausführlicher.

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