Begehrte Lage: das vor einigen Jahren entwickelte Neubaugebiet auf dem Höhl-Gelände in Maintal-Hochstadt. Immobilien sind innerhalb der Region Hanau in Maintal am teuersten, ermittelten dieLandesbausparkassen. Luftbild: Axel Häsler

Region Hanau

So viel kosten Immobilien in unserer Region

Region Hanau. Die dynamische Preisentwicklung bei Immobilien setzt sich fort. Das prognostiziert die Bundesgeschäftsstelle der Landesbausparkassen (LBS), die im laufenden Jahr einen weiteren Preisanstieg für Wohnimmobilien erwartet. Bei den Immobilienpreisen ist innerhalb der Region die Stadt Maintal Spitzenreiter.

Von Robert GöbelBereits im Frühjahr hatten die Landesbausparkassen eine Analyse zum „Markt für Wohnimmobilien 2019“ vorgelegt, aus der die Marktpreise für einzelne Kommunen in der Region Hanau hervorgehen. Dazu gehört ein Preisspiegel für die größeren Städte und Gemeinden, der auf einer Umfrage unter den Immobilienvermittlern von Landesbausparkassen und den Sparkassen basiert. Die darin erfassten Städte und Gemeinden unserer Region haben wir in der nebenstehenden Übersicht aufgelistet.

Teuerstes Pflaster für Immobilien in der Region Hanau ist demnach die am nächsten zur Mainmetropole Frankfurt gelegene Stadt Maintal. Dort werden freistehende ‧Bestands-Eigenheime trotz eines völlig gegen den Trend gehenden Preisrückgangs von 14 Prozent in einer Spanne zwischen 450 000 und 600 000 Euro gehandelt; am häufigsten wechseln diese Gebraucht-Immobilien dann für 500 000 Euro den Besitzer. Zum Vergleich: In der direkt angrenzenden Metropole Frankfurt wechseln Einfamilienhäuser im Schnitt für 800 000 Euro den Besitzer.

Maintal an der Spitze

Auch bei den Neubau-Reihenhäusern liegt Maintal innerhalb der Region Hanau an der Spitze: 400 000 bis 550 000 Euro beträgt hier die Preisspanne, wobei der häufigste Kaufpreis 490 000 Euro beträgt.

Ein Grund für den teilweise höheren Durchschnittspreis der Bestandsimmobilien ist die in der Regel größere Grundstücksfläche gegenüber den Neubauten. Denn auch bei den reinen Quadratmeterpreisen für Baugrundstücke liegt Maintal in der Region Hanau preislich weit vorn: 350 bis 550 Euro werden dort für den Quadratmeter aufgerufen; am häufigsten dann 450 Euro/Quadratmeter tatsächlich gezahlt.

Nur beim Quadratmeterpreis für neu gebaute Eigentumswohnungen (ETW) muss sich Maintal den preislichen Spitzenplatz mit Hanau teilen: In beiden Städten werden für neue Eigentumswohnungen pro Quadratmeter am häufigsten 3500 Euro gezahlt. Alleiniger Spitzenreiter bleibt Maintal wiederum bei den Preisen für Bestands-Eigentumswohnungen, für die immerhin noch 3000 Euro pro Quadratmeter fällig werden (Hanau: 2330 Euro, Frankfurt 6500 Euro).

Auffällig ist die preisliche Aufholjagd der angehenden Großstadt Hanau. Waren die Immobilienpreise hier jahrelang unterhalb vieler Umlandgemeinden eingestuft, so gehört Hanau nach satten Steigerungsraten bereits in den letzten Jahren inzwischen ebenfalls zur Spitzengruppe. Die Kaufpreise für Reihenhäuser erhöhten sich hier beispielsweise innerhalb des vergangenen Jahres nach der LBS-Erhebung um plus 19 Prozent für Neubauten und plus 13 Prozent für Bestandsimmobilien.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es für Neubau-Reihenhäuser kräftige Preissteigerungen aber auch in Maintal (plus 23 Prozent), Langenselbold (plus 19 Prozent) und Erlensee (plus 20 Prozent). Dagegen blieben die Preise in Bruchköbel (minus 3 Prozent), Nidderau und Schöneck (keine Veränderungen) sowie Rodenbach (plus 1 Prozent) weitgehend stabil.

Moderate Preiserhöhungen bei Eigentumswohnungen

Bei Eigentumswohnungen gab es in fast allen Kommunen für Neubauten überwiegend verhältnismäßig moderate Preiserhöhungen zwischen zwei und neun Prozent, für solche im Bestand häufig aber auch Preisrückgänge (zwischen fünf und 13 Prozent).

Für die Region Hanau und die Ballungsräume deutschlandweit sehen die Landesbausparkassen vorerst keine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt. Eine Umfrage unter ihren 600 Immobilienvermittlern signalisiert vielmehr spürbare, über der Gesamtinflationsrate liegende Preisanstiege bis zum Jahresende. Die Preissteigerungen betreffen alle untersuchten Teilmärkte, also freistehende Eigenheime und Reihenhäuser, neue und gebrauchte Eigentumswohnungen sowie Bauland.

Der größte Preisdruck mit erwarteten Steigerungen von über sechs Prozent ist beim Bauland zu registrieren. An der Preisspitze bundesdeutscher Großstädte erscheint übrigens München, wo es mit 1,5 Millionen Euro mehr als zehnmal so teuer ist, ein Eigenheim zu erwerben, wie in Mittelstädten und fast doppelt so teuer wie in Frankfurt (800 000 Euro).

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