Noch ohne Titel: Werke der Künstlerin Ursula Odermath. Foto: Andrea Pauly

Hanau

Ursula Odermath stellt bei "Kunst im Comoedienhaus" aus

Hanau. Ursula Odermath sortiert gerade ausgewählte Malereien und ist voller Vorfreude. Ist die kommende Vernissage doch die Eröffnung ihrer ersten Einzelkunstausstellung.

Von Andrea Pauly

Die in Mühlheim am Main lebende Malerin ist Mitglied bei der Hanauer Künstlervereinigung „Art 13“ und hat nun die Gelegenheit, eine Werkauswahl unter dem Titel „Zwischenwelten“ im Rahmen der Reihe „Kunst im Comoedienhaus“ für ein halbes Jahr der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Wir haben Ursula Odermath in ihrem Atelier besucht und vorab ihre farbintensiven und harmonischen Malereien in Augenschein nehmen können. Sie habe schon immer gemalt, aber bis vor einigen Jahren habe die Malerei noch nicht so viel Raum eingenommen. „Ich bin gerne vielseitig aufgestellt, bleibe bei meinen Projekten am Ball, aber brauche auch immer mal eine Veränderung“, erzählt Odermath. Denn es sei ihr wichtig, auch mal etwas Neues auszuprobieren, nicht zu stagnieren, sich weiterzuentwickeln und ihre Talente auszuleben.

Heilpraktikerin und Yoga-Lehrerin

So absolviert sie seit 2017 ein Intensivstudium „Malerei und Zeichnen“ an einer freien Kunstakademie in Bonn. Ursprünglich kommt sie aus Obertshausen, hat einige Jahre in Hanau-Steinheim gelebt, nun ist Mühlheim seit 20 Jahren ihr Zuhause.

Für sie, die ebenfalls als Heilpraktikerin und Yoga-Lehrerin tätig ist, kann die Malerei als Selbstausdruck auch ein Schlüssel zur Heilung sein, um sich dem anzunähern, was gerade bei einem selbst so anstehe.

Inspiration in der Natur

„Ich glaube, dass mich meine therapeutische Arbeit befähigt, in der Kunst freier und experimenteller zu arbeiten. Sich selbst im Prozess des Malens im Blick zu haben und den einen oder anderen inneren Kampf beim Schaffen auszufechten, stellt einen großen Reiz für mich dar“, erklärt Odermath ihre künstlerische Arbeit.

Als junge Frau hat sie hauptsächlich Aquarelle gemalt, später kam die Acrylmalerei dazu. In ihrer Malerei wandelt Ursula Odermath mit Farbe und Pinsel zwischen Abstraktion und Wirklichkeit. Ihre Inspirationen erhält sie während Streifzügen durch die Natur, die sie fotografisch festhält und dann auf der Leinwand neu erschafft. Dabei interpretiert sie die Motive auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Vernissage am 1. Februar

Gegenständliche sowie abstrahierte Strukturen und Elemente fügen sich Schicht für Schicht zu einem Ganzen zusammen. So entstehen harmonische Zwischenwelten voller Überraschungen, deren Wahrnehmung und Auslegung Ursula Odermath gerne dem Betrachter überlässt.

Die Ausstellung „Zwischenwelten“ in der Reihe „Kunst im Comoedienhaus“ von Ursula Odermath geht bis zum 26. August. Die Vernissage ist am Freitag, 1. Februar, um 18 Uhr.

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