Ursula König von Werken der Hanauer Künstlerin Franziska Haslinger, vor ihr die Skulptur der hinduistischen Gottheit "Shiva" aus der aktuellen Ausstellung "Lieblingsstücke".

Hanau

Ursula Königs Galerie feiert 20-jähriges Bestehen

Hanau. Seit mittlerweile 20 Jahren stellt Usrula König in ihrer Galerie Kunst aus. Wir haben die Galeristin zum 20-jährigen Jubiläum besucht und uns mit ihr über „ihre Künstler“ im Allgemeinen, über ihre Arbeit als Galeristin im Speziellen und über wichtige Stationen der „Galerie König“ (siehe Kasten) unterhalten.

Von Andrea PaulyBetritt man die Galerie in der Jahrhundertwende-Villa von Ursula König, erhalten die aktuell in vielerlei Zusammenhängen bemühten Begriffe von „Entschleunigung“ und „Achtsamkeit“ eine direkt nachvollziehbare konkrete Bedeutung.

Sonnendurchflutete helle Räume mit hohen Decken, an den Wänden – großzügig gehängt – Malereien, Objekte und Collagen, die den Blick des Betrachters einfangen, und dazwischen Skulpturen verschiedener Hindu-Gottheiten, die sich scheinbar ganz natürlich den zeitgenössischen Werken annähern und ihre gegenseitige Wirkung noch verstärken.Wann beginnt für Sie die Arbeit eines Künstlers von Interesse zu sein?„Kunst sollte immer einen starken Lebensbezug haben und existentielle Fragen stellen, wie 'Woher kommen wir? Warum leben wir? Wohin gehen wir?' Kunst sollte Leben erklären. Die Künstler, deren Werke ich hier zeige, haben aus dem kunstgeschichtlichen Wissen, das sie haben, einen Auftrag – eine Aufgabe – für sich gefunden. Dieses bildet ihr Fundament, aus dem heraus sie ihre Arbeiten entwickeln.“Wie sehen Sie ihre Rolle als Galeristin in Hanau?„Ich habe es immer als meine Aufgabe gesehen, überregionale und internationale Künstler nach Hanau zu holen und deren Arbeiten meinen Gästen nahe zu bringen. Zeitgenössische Kunst erfordert aktive Betrachter als Teil des Kunstgeschehens, eine Beschäftigung mit dem Werk und dessen Hintergründen.

Dieses Zutrauen wird in der ersten Annäherung gerne vom Betrachter als Zumutung empfunden. Aber es ist ein Geschenk des Künstlers. Mit den Veranstaltungen rund um die jeweiligen Ausstellungen bringen wir den Besuchern die gezeigten Werke näher.“Seit 2015 präsentieren Sie in den von Ihnen konzipierten Ausstellungen neben den zeitgenössischen Werken auch außereuropäische spirituelle Skulpturen aus Tibet, Indien und Bhutan beispielsweise. Welche Idee steckt dahinter?„Durch die Annäherung mit fremden Kulturen können sich die Werke gegenseitig erhellen, in Dialog miteinander treten und dem Betrachter neue Sehweisen ermöglichen.“

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