Die Arbeiten für den barrierefreien Umbau des Hauptbahnhofs sollen im August 2020 beginnen. Jetzt hat der Magistrat beschlossen, dass sich die Stadt an den Planungskosten mit 168 000 Euro beteiligt. Archivfoto: Bruno Neumann

Hanau

Umbau des Hauptbahnhofs: Arbeiten sollen in einem Jahr beginnen

Hanau. Seit Jahren wird darüber gesprochen, nun soll es bald so weit so sein: Der barrierefreie Umbau des Hanauer Hauptbahnhofs soll im August 2020 beginnen. Der Magistrat hat am Montag den Plänen der Deutschen Bahn für die Umgestaltung zugestimmt.

Von Christian Dauber

Damit verbunden, wird sich die Stadt mit 168 000 Euro an den Planungskosten beteiligen, geht aus der Vorlage hervor, der die Stadtverordnetenversammlung noch zustimmen muss.

Die Gesamtkosten für die zunächst geplanten Maßnahmen im südlichen Bereich des Bahnhofs zwischen dem Bahnsteig 101 und dem Ausgang Auheimer Straße werden laut Berechnungen von der für den Bahnhof zuständigen Bahn-Gesellschaft DB Station undamp; Service auf rund zwölf Millionen Euro geschätzt. Die Stadt Hanau wird an diesen Kosten nach derzeitigem Stand mit einem Anteil von 4,5 Millionen Euro beteiligt.

Den Vorplanungen für den Bereich hatte die Stadtverordnetenversammlung bereits zugestimmt. Nun liegt eine Entwurfsplanung vor, die Umbauten und Sanierungen im Bereich der Bahnsteige 101, 102/103 und 104/106 sowie im Bereich der Unterführung zwischen Bahnsteig 101 und dem Ausgang Auheimer Straße vorsieht.

Unterführung soll erneuert werden

Die Unterführung wird laut Vorlage auf einer Länge von etwa 190 Metern erneuert. Dies beinhalte einen weißen Anstrich der Betondecke, den Bodenbelag mit rutschhemmenden Natursteinfließen inklusive eines taktilen Leitsystems sowie eine Wandgestaltung mittels Glaspaneele. Des Weiteren soll die Personenunterführung eine neue LED-Beleuchtungsanlage sowie eine neue Ausstattung mit Wegeleit- und Informationssystemen erhalten. Für die künstlerische Gestaltung der Personenunterführung ist laut Vorlage die Zeichenakademie Hanau eingebunden.

„Die Personenunterführung kann mit dieser Maßnahme nicht in Gänze erneuert werden“, heißt es in der Vorlage weiter. Dies liege darin begründet, dass im Hanauer Hauptbahnhof in den kommenden Jahren zwei weitere große Maßnahmen umgesetzt werden, die Anpassungen an der Personenunterführung erforderlich machen (Nordmainische S-Bahn und Ausbau der Strecke Hanau – Gelnhausen). Mit dem vorliegenden Projekt erfolge jedoch die gesamte Gestaltung der Personenunterführung „aus einem Guss“. Die Realisierung umfasse diejenigen Bereiche, welche nicht von den beiden genannten Maßnahmen betroffen seien.

Auch Beleuchtungs- und Beschallungsanlage wir erneuert

Die für gehbehinderte und ältere Menschen wichtigste Neuerung bei allen Arbeiten an den Bahnsteigen: An den Gleisen 102/103 und 104/106 sollen Aufzüge installiert werden, so dass diese barrierefrei zugänglich sein werden.

Die geplanten Arbeiten am Bahnsteig 101 bestehen laut Vorlage im Wesentlichen aus der Erneuerung der dortigen Beleuchtungs- und Beschallungsanlage. Der so genannte Mittelbahnsteig 102/103 wird hingegen auf einer Länge von mehr als 400 Metern neu gebaut. 160 Meter davon sollen mit einem neuen Dach versehen werden. Zudem bekommt der Bahnsteig neues Mobiliar, eine neue Beleuchtung und Lautsprecheranlage sowie ein neues Wegeleit- und Informationssystem.

Neues Mobiliar, neue Beleuchtung und Beschallung

Auch der Mittelbahnsteig Gleis 104/106 wird auf einer Länge von 286 beziehungsweise 320 Metern inklusive neuer Bewässerungsanlage neu gebaut. Die verschiedenen Längen sind laut Vorlage bedingt durch betriebliche Abläufe während der Bauphase. Auch dieser Bahnsteig bekommt ein neues Dach, aber nur auf einer Länge von knapp 130 Metern.

Ebenso bekommt er neues Mobiliar, neue Beleuchtung und Beschallung sowie ein neues Wegeleit- und Informationssystem. Beide Mittelbahnsteige bekommen endlich Aufzüge, so dass sie künftig barrierefrei zugänglich sein werden.

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