Der große Saal im ersten Obergeschoss der Alten Johanneskirche soll das Highlight des Umbaus des ehemaligen Gotteshauses werden. Maximal 300 Besucher finden dort Platz. Foto: Seifert

Hanau

Umbau der Alten Johanneskirche soll bis Pfingsten fertig sein

Hanau. Es ist nicht mehr lange bis Pfingstsonntag, dann muss der aufwändige Umbau der Alten Johanneskirche am Johanneskirchplatz 1 abgeschlossen sein, denn um 11 Uhr beginnt dort die Einweihungsfeier. Und am Dienstag danach findet im großen Saal im ersten Stock bereits die erste Veranstaltung statt.

Von Thomas Seifert

Noch sieht es nur nach Baustelle in dem ehemaligen Gotteshaus aus. Doch Eberhard Henschel, Sprecher des Bauausschusses der Stadtkirchengemeinde und in dieser Funktion Bindeglied zwischen Auftraggeber, Architekt und Handwerkern, ist zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten werden kann. „Natürlich gibt es immer wieder kleinere Überraschungen, das ist bei solch einem 3,5-Millionen-Projekt auch nicht anders zu erwarten. Aber im Großen und Ganzen sieht es im Innern der Alten Johanneskirche schon ganz gut aus.“

Davon konnten sich rund 50 Besucher – darunter Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck, Architekt Rainer Krebs und der ehemalige Erste Beigeordnete Ulrich Müller – jetzt bei einem Rundgang überzeugen, den Henschel fachkundig begleitete.

Zukünftige Bistrobetreiber präsentieren sichIm Erdgeschoss präsentierten sich die künftigen Betreiber des täglich geöffneten Bistros, die Firma Strong – Starkes Event Management, deren kleine Köstlichkeiten einen kulinarischen Blick in die Zukunft zuließen. Denn nicht nur der Bistrobereich wird ab Pfingsten von Strong bespielt, auch die geplante Terrasse im Außenbereich, die eine attraktive Sommeradresse werden könnte, fällt in den Zuständigkeitsbereich der Gastronomen.

Die weiteren Räume im Erdgeschoss und dem alten Anbau nehmen langsam Gestalt an, dort wird der Kirchenladen ebenso einen Platz finden wie das einmalige Altstadtmodell von Günter Jacob. Kirchenarchiv, Räume für den Küster, Gemeindebüro, Personalräume – das Erdgeschoss wird gut genutzt, im Anbau wird das Dekanat untergebracht. Im ersten Geschoss warten dann mit dem lichtdurchfluteten Saal für maximal 300 Besucher, ausgestattet mit modernster visueller und akustischer Kommunikationstechnik, die Höhepunkte der dann runderneuerten Alten Johanneskirche. Rundlampen mit einem Durchmesser von 1,20 Meter werden für das jeweilige richtige Licht sorgen, komplettiert durch Strahler. Eine ausklappbare Garderobe ist ein bemerkenswertes Detail, das den Saal sehr flexibel macht und bei Nichtbenutzung Platz für einen Caterer schafft.

Tagungsraum in ehemaliger ApsisEin ganz besonderes Raumgefühl erwartet die Besucher in der ehemaligen Apsis, wo ein Tagungsraum für 20 Personen entstanden ist. Die alten Kirchenfester in Verbindung mit dem sichtbar gemachten Mauerwerk des ehemaligen Gotteshauses schaffen eine sehr eigene Atmosphäre. Dort wird nun noch der Estrich auf die bereits verlegte Fußbodenheizung aufgebracht, dann steht dem endgültigen Innenausbau nichts mehr im Weg.

Auch die Räume im Turm haben sich schon verändert, wobei Besucher der Besichtigung, die diese im alten Zustand noch kennen, voll des Lobs über die Umgestaltung waren. Ein Projekt würde sich nach Aussage von Henschel, der noch auf einen Sponsor oder Geldgeber hofft, dann noch verwirklichen lassen: Ein Zugang auf die Aussichtsplattform an der Turmspitze, nur überragt von der Eisenkonstruktion, die dem ehemaligen Turmhelm nachempfunden ist. „Das wäre dann das Tüpfelchen auf das i des Umbaus“, so der Sprecher des Bauausschusses.

Noch sieht es im Außenbereich und im Innern der Alten Johanneskirche nach Baustelle aus, aber der Eröffnungstermin Pfingstsonntag steht. Bis dahin werden die Verantwortlichen noch viel Arbeit haben, aber Henschel glaubt fest daran, dass bis dahin der Umbau fertig ist. Denn am 22. Mai wird im Großen Saal der 200. Geburtag der Hanauer Union gefeiert mit Festredner Bischof Professor Dr. Martin Hein.

Das könnte Sie auch interessieren