Freuen sich auf das Turnier am 7. März: Die Organisatoren rund um Philipp Eibelshäuser (rechts), Navid Ahmad Moshemi (links), Jalil Jafari (Zweiter von rechts) sowie Schirmherr Dragoslav Stepanovic (Zweiter von links). Foto: Carolin-Christin Czichowski

Maintal

Turnier für Flüchtlingsmannschaften beim Verein "Freunde Maintal"

Maintal. Die beiden Mannschaften des Vereins "Freunde Maintal", die fast ausschließlich aus Spielern mit Fluchterfahrung bestehen und 2015 aus dem Projekt „Sport und Flüchtlinge“ entstanden sind, laden befreundete Vereine aus ganz Hessen zu einem Turnier in die Maintalhalle ein.

Von Carolin-Christin Czichowski

Seit vier Jahren lebt Jalil Jafari in Deutschland, flüchtete 2015 aus seiner Heimat Afghanistan. Ein ähnliches Schicksal hat Navid Ahmad Moshemi, auch er ist gebürtiger Afghane, kam bereits vor zehn Jahren nach Deutschland. Doch noch etwas eint die beiden jungen Männer: Sie spielen leidenschaftlich gern Fußball, seit rund drei Jahren aktiv bei den „Freunden Maintal“.

Rund 90 Amateurfußballer werden am Samstag, 7. März, ab 10 Uhr in der Maintalhalle stehen und um den Turniersieg kämpfen. Die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. „Sport verbindet, Fußball verbindet“, sagt Philipp Eibelshäuser. Der Hochstädter ist seit Beginn Trainer der „Freunde Maintal“ und ist Initiator des anstehenden Fußballturniers, bei dem sogar befreundete Mannschaften aus Mörfelden, Bad Soden-Salmünster, Marburg und Bensheim antreten werden.

"Sport spricht alle Sprachen"

Von seiner Idee, ein Turnier für Flüchtlingsmannschaften zu organisieren, konnte Eibelshäuser schnell auch die Stadt Maintal begeistern. „Sport spricht alle Sprachen“, sagt Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) im Rahmen der offiziellen Vorstellung des Turniers. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit zu zeigen, dass alle hier in Maintal dazu gehören. Sport hat etwas Verbindendes, und Fußball sowieso.“

Dass die Interaktion beim Sport gut für den Spracherwerb und somit letztlich auch für Integration sind, wissen Jalil Jafari und Navid Ahmad Moshemi aus eigener Erfahrung. „Als ich nach Deutschland kam, konnte ich die Sprache natürlich noch nicht“, sagt Jalil Jafari. „Aber vor allem durch das Training bei den Freunden Maintal habe ich schnell Anschluss gefunden und die Sprache gelernt.“

Ähnliche Erfahrungen hat auch Dragoslav „Stepi“ Stepanovic gemacht. Eibelshäuser und sein Team konnten den gebürtigen Serben und ehemaligen Trainer von Eintracht Frankfurt als Schirmherrn des Turniers gewinnen. „Es ist toll, dass es solche Veranstaltungen für Jugendliche und junge Männer gibt“, sagt Stepanovic.

Kontakte knüpfen und gegenseitiger Austausch

Los geht das Turnier am Samstag, 7. März, um 10 Uhr in der Maintalhalle. Gespielt wird jeweils 15 Minuten; die Siegerehrung ist für 16 Uhr geplant. Neben sieben Flüchtlingsmannschaften nimmt auch eine „Maintal-Auswahl Ü40“ teil. „Ich konnte jeweils zwei Spieler aus allen Maintaler Fußballvereinen gewinnen“, freut sich Initiator Eibelshäuser. Denn das Ziel des Turniers ist es neben der sportlichen Betätigung eben auch, dass die Amateurfußballer mit und ohne Migrationshintergrund Kontakte knüpfen und sich austauschen – auf und neben dem Platz.

Die „Freunde Maintal“ trainieren immer sonntags von 15 bis 18 Uhr in der Sporthalle der Albert-Einstein-Schule in Bischofsheim. Interessierte Neuzugänge können einfach beim Training vorbeischauen.

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