Mit Blick auf die Fontäne kann man im Café Italiano im Rondo täglich frühstücken, mittagessen oder sein Abendmahl zu sich nehmen. Foto: HA

Hanau

"Tischlein, deck dich": Das "Seecafé Italiano" im Rondo

Steinheim. Wir haben getestet, wie es denn im mit reichlich Vorschusslorbeeren versehenen Seecafé Italiano im Rondo in Steinheim schmeckt.

Der Stilmix im Seecafé Italiano, dem von Bekannten mit Vorschusslorbeeren bedachten Restaurant im Steinheimer Einkaufszentrum Rondo, das wir schon längst mal ausprobieren wollten, ist gelungen: Der große Speisesaal besticht mit einem modernen Bistro-Ambiente. Gruppen sitzen hier an rustikalen großen Holztischen, Paare in Sesseln um kleine runde Tischchen. Über ihren Köpfen schweben Kristallleuchter. Eine lange Theke mit Barhockern lädt dazu ein, den Espresso nach dem Essen zu genießen und eine der leckeren Torten aus der Auslage zu verputzen – doch halt: Wir haben Hunger und freuen uns erst mal auf Pasta und Pizza.

Weil wir den Namen des italienischen Restaurants wörtlich nehmen, zumindest den Seeblick – denn das Lokal ist viel mehr als ein Café –, nehmen wir auf der Terrasse Platz, die man über den Speisesaal erreicht. Jetzt, im Winter, ist sie verglast, gibt den Blick auf den kleinen See mit Fontäne frei, schützt aber vor Wind und Kälte. Erst als wir schon sitzen, registrieren wir, dass wir im Raucherbereich gelandet sind. Doch das nehmen wir in Kauf.

Auch geteilte Freude macht sattGenauso wie die Tatsache, dass der Blick eben doch auf einen Parkplatz fällt. Und mag die Architektur des Rondo, besonders aus der Vogelperspektive, auch noch so gelungen sein, sind gegenüber noch lange nicht der Lido und Badende am Lago Maggiore zu sehen, sondern Betonsäulen und die verglaste Fassade von Kolonnaden.

Die Bedienung kommt schnell zu uns und nimmt unsere Bestellung auf. Die beiden Bio-Limonaden und unsere Vorspeise sind ebenfalls rasch zur Stelle: Aqua Holunder und Aqua Limette Ingwer kommen in ansprechenden großen Glasgefäßen (0,5 Liter) an den Tisch, Zitronenscheiben und Minze verfeinern das Aroma. Zu süß ist die Limo auch nicht. Das fängt schon mal gut an (Preis: 4,30 Euro). Auch die Vorspeise mundet. Hätten wir gewusst, dass die Bruschetta alla Casa aus gleich fünf gut mit Tomate bestückten Weißbrotscheiben besteht, hätten wir uns sicher etwas Kleineres bestellt. Auch geteilte Freude (für 5,90 Euro) macht satt.

Variantenreiche SpeisekarteAls wir die Bedienung darauf aufmerksam machen, dass zwei der Brotscheiben zu stark getoastet sind, bietet sie gleich an, etwas anderes zu bringen – eine zuvorkommende Geste, auf die wir in Erwartung unseres Essens dankend verzichten.

Wir lassen den auf der variantenreichen Speisekarte verlockend klingenden Pulpo Marengo alla Donato mit Knoblauch-angehauchter Walnuss-Zitronensoße und Beilagensalat (16,90 Euro) ebenso links liegen wie die Scaloppina al Limone – gegarte Kalbfleischscheiben an Zitronensoße mit Drillingkartoffeln und frischem Marktgemüse (14,50 Euro) und entscheiden uns für Tagliatelle alla Contadina (Nudeln mit frischem Gemüse für 8,50 Euro) und eine Pizza Pescatore (11,50 Euro).

Hut ab!Die Pizza aus dem offenen und dekorativen Steinofen kommt lecker duftend an unseren Tisch, die Tagliatelle, für die ich mich entschieden habe, sehen appetitlich und schön bunt aus: Zucchini, Aubergine, frische Champignons, Zuckerschoten, Cocktailtomaten und Paprika gesellen sich nebst einer leckeren Soße zu den Nudeln, die al dente gegart sind. Sehr schmackhaft und lecker. Mein Kollege bringt es tatsächlich fertig, seine große und üppig mit Käse bestückte Pizza komplett zu verputzen. Hut ab! Der Teig ist schön dünn, am Belag wurde nicht gespart – allerdings auch nicht mit Öl, was mein Gegenüber zu einer kritischen Bemerkung veranlasst.

Da kommen wir selbstredend nicht um einen gepflegten Espresso herum, den wir im Inneren an der Bar einnehmen. Eine kleine Schiefertafel verrät uns auf Italienisch, dass in der Küche mit Liebe und Leidenschaft gekocht wird. Das haben wir zu diesem Zeitpunkt schon selbst festgestellt. Die Freundlichkeit der Angestellten macht sich angenehm bemerkbar.

Das FazitWir sitzen in der ersten Reihe und erleben nicht nur hautnah die freundlichen Angestellten. Wir sehen auch die blitzende Kaffeeemaschine und die Kaffee-Röstmaschine. Die steht zwar nur zu Dekozwecken da, ist aber eine schöne optische Ergänzung zum Gaumengenuss, für den der Kaffee aus der österreichischen Rösterei Schärf sorgt.

Die Rechnung stimmt. Wir zahlen 39,60 Euro und sind mehr als zufrieden. Unser Fazit: Das Essen ist lecker, das Ambiente außergewöhnlich, der Kaffee ein Traum. Wir kommen auf jeden Fall wieder und testen die leckeren Torten!

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