Unweit vom City Center gelegen ist „Sakura Sushibar & Asiaküche“ nicht nur für Fußgänger gut erreichbar. In der Nähe bieten sich etliche Parkmöglichkeiten. Foto: HA

Hanau

"Tischlein deck dich": Die "Sakura Sushibar undamp; Asiaküche" im Test

Hanau. In der Mittagspause ist Zeit zumeist eine Rarität. Darunter leidet im Büroalltag gerne einmal die Qualität des Mittagessens. Wer dennoch nicht auf solide zubereitete und satt machende Speisen verzichten möchte, ist mit "Sakura Sushibar undamp; Asiaküche" gut beraten.

Optisch wirkt zumindest der Eingangsbereich noch ein wenig wie in einem Fast-Food-Restaurant. Das liegt daran, dass sich an dieser Stelle zuvor ein Asia-Schnellimbiss befunden hatte. Die großen Speisetafeln an der Decke sind geblieben, wurden aber mit Tüchern verhängt.

Der Zuspruch an diesem Montagmittag ist groß. Um uns herum sitzen Jugendliche, Männer in Anzügen sowie eine Familie mit Kinderwagen. Letzterer findet nur spärlich Platz im Sakura – die Tische stehen sehr eng beieinander und auch der Gang in der Mitte ist nicht gerade breit. Für Rollstuhlfahrer dürfte es schwer werden, einen Platz zu finden.

Die KarteWir nehmen an einem Tisch im hinteren Bereich Platz. Dieser wirkt leider ein wenig schmuddelig, ebenso wie die Karte, die uns von der Bedienung gebracht wird. Die Seiten kleben ein wenig und sind an den Kanten arg abgegriffen.

Positiver stimmt uns der Inhalt: Neben diversen Sushi-Variationen – von Nigri über Sashimi bis Maki – gibt es auch Suppen, Reis- und Nudelgerichte sowie einige thailändische Spezialitäten zu entdecken. Wir testen zur Vorspeise die vegetarischen Minifrühlingsrollen (1,50 Euro) und eine Pekingsuppe (2,50 Euro). Als Hauptgang wählen wir die Sacha-Ente, die gegrillt und mit scharfer Soße sowie Reis serviert wird, und das rote Thaicurry mit Huhn mit Kokosmilch und Gemüse. Außerdem bestellen wir zwei Cola Light (0,4 l, 2,80 Euro).

Suppe weiß zu gefallenDie Vorspeisen sind fix serviert. Das liegt unter anderem daran, dass die Frühlingsrollen nicht selbst gemacht sind. Zugute halten muss man ihnen allerdings, dass sie dennoch gut schmecken und zudem optisch ansprechend in einem kleinen Bambusschiffchen serviert sind.

Einen besseren Eindruck hinterlässt die Suppe. Neben relativ großem Fleisch- und Gemüseanteil wissen auch die Würze und die leicht sämige Konsistenz zu gefallen.

Dann lassen wir den Blick kurz durch das Lokal schweifen. Hinter uns an den Wänden hängen Fotos aus Asien, eine andere Wand ist mit einer japanischen Schiebetür verziert. Ansonsten empfinden wir das Lokal als hell und freundlich. Die Toiletten könnten ein wenig moderner werden – sind allerdings sauber.

Der HauptgangNach nur wenigen Minuten wird uns die Hauptspeise serviert. Die Nase vorn hat eindeutig die Ente. Das Fleisch ist zart und mager, störende Fettränder wurden vor der Zubereitung bereits weggeschnitten. Die pikante Sacha-Soße ergänzt sich gut mit Fleisch und Gemüse, könnte allerdings aufgrund des Prädikats „scharf“ noch ein bisschen feuriger ausfallen.

Das Thaicurry ist an sich gut zubereitet – die Gewürzkombinationen passen gut und auch das Hühnchen mundet. Leider ist die Soße für unseren Geschmack jedoch deutlich zu flüssig ausgefallen. In der Mittagspause ist sie deshalb vor allem dann nicht zu empfehlen, wenn man eine weiße Bluse oder ein Hemd trägt. Die Tropfgefahr ist deutlich zu groß.

Keine Zeit für NachtischNegativ empfinden wir an diesem Tag den Service. Waren die Kellner zu Beginn noch sehr aufmerksam und schnell, dauert es, nachdem wir mit unserer Hauptspeise fertig sind, deutlich länger, bis sie erneut bei uns vorbeischauen. Mit Blick auf die Uhr müssen wir uns daher gegen eine Nachspeise entscheiden.

Wir verlangen die Rechnung und sind positiv überrascht. Für gerade mal 23 Euro gab es zwei Gänge und zwei Getränke. Zwar erhält man für diesen Preis keine selbstgemachten Frühlingsrollen oder knackfrisches Gemüse vom Biohändler, wohl aber sehr solide gemachte asiatische Kost, die trotz der kurzen Zubereitungszeit in puncto Geschmack, Portion und Optik durchaus zu überzeugen weiß. Für die Mittagspause ist das Lokal eine sehr verlässliche Adresse.

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