Praktisch: Das Bistro „La Taverna“ befindet sich direkt am Heinrich-Fischer-Bad. Bei gutem Wetter kann man dort in einem kleinen Biergarten speisen. Foto: HA

Hanau

"Tischlein deck dich": Italienische Karte im Bistro La Taverna

Hanau. Wir sind zwar an diesem Tag noch nicht geschwommen, dennoch ist mindestens einer von uns regelmäßig Gast im Heinrich-Fischer-Bad. Und da das Wetter bestimmt noch viele Schwimmtage in diesem Jahr bietet, haben wir uns entschlossen, das „Bistro La Taverna“ zu testen, das sich fast direkt am Eingang zum Schwimmbad befindet.

Weil es an unserem Testtag recht warm und sonnig ist, entscheiden wir uns, draußen Platz zu nehmen. ‧Obwohl an den großen, hölzernen Tischen Zettel mit der Aufschrift „Selbstbedienung“ liegen, kommt nach nur ‧wenigen Minuten die Wirtin um die Ecke und fragt uns nach unseren Wünschen – vielleicht, weil an diesem frühen Nachmittag nicht viel los ist.

Wir erkundigen uns zunächst nach der Mittagskarte, haben aber Pech – sie wird heute nicht angeboten, obwohl sie draußen auf dem Aufsteller beworben wird. Also entscheiden wir uns für die Pizza Quattro Stagioni (8 Euro) und ein überbackenes Bolognese-Schnitzel mit Pommes (10,50 Euro). Dem Sonderwunsch, die Pizza statt mit Paprika mit Kapern zu bekommen, wird gerne entsprochen. Mein Mittester bestellt vorneweg die Tagessuppe (4,50 Euro), die sich als herzhafte Gemüsesuppe entpuppt. Dazu teilen wir uns eine hausgemachte Limonade in 0,7-Liter-Größe (4,20 Euro), die uns direkt in zwei Gläsern ausgeschenkt wird.

Hausgemachte Bolognese-Soße zum Schnitzel

Die Suppe kommt recht schnell und ist erkennbar selbst gemacht, an frischem Gemüse wird hier offenbar nicht gespart. Kaum hat der Kollege den Teller leergemacht, kommen schon unsere Hauptgerichte. Mein überbackenes Schnitzel „Wiener Art“ wird mit einer Portion Pommes serviert und ist optisch ansprechend mit einem Stück Tomate und Salat garniert.

Die Bolognese-Soße auf meinem Schnitzel ist auch hausgemacht, das erkennt man an den angebratenen Zwiebeln, ganzen Tomatenstücken, Karottenscheiben und dem italienischen Gewürz – wenn auch für meinen Geschmack der Fleischanteil ein wenig höher und die Soße noch ein wenig besser gewürzt sein könnte.

Knuspriger Pizzaboden

Die Pizza des Kollegen ist solide und hätte auch ein wenig mehr Würze vertragen können. Dafür sind wieder die Zutaten frisch und der Boden ist knusprig und kommt offenbar direkt aus einem speziellen Pizzaofen.

Obwohl wir beide schon sehr satt sind und mein Kollege deshalb sein letztes Pizzastück mit mir teilt, können wir es uns nicht entgehen lassen, den selbst gemachten Kuchen (2,90 Euro) und das Tiramisu (3,50 Euro) zu probieren. Damit es schneller geht, geben wir die Bestellung direkt drinnen an der Theke ab und ordern dazu noch zwei Espressi (je 1,80 Euro).

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Die Einrichtung innen ist minimalistisch und im Thekenbereich aus Regalen eines schwedischen Möbelhauses zusammengestellt – aber dafür sehr kreativ und liebevoll. Das Tiramisu ist optisch ein Traum und man merkt, dass es direkt aus italienischer Hand stammt. Ein kleiner Minuspunkt sind die gefrorenen Stellen in der Sahne. Ich bekomme einen Himbeer-Rührkuchen, der sehr frisch schmeckt und richtig fluffig ist. Auf Anfrage erfahren wir von der Wirtin, dass er direkt am selben Morgen gebacken wurde.

Für alle Gerichte und Getränke zahlen wir zusammen 37,20 Euro und gehen richtig gesättigt zurück an unseren Arbeitsplatz. Da kann man mit Sicherheit nicht meckern. Wer also richtig Kalorien verbraucht hat und eine Stärkung nach dem Training braucht, ist im „La Taverna“ gut aufgehoben. Und für den kleinen Hunger gibt es auf der Karte das übliche Schwimmbad-Fastfood und Frühstück.

Das könnte Sie auch interessieren