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"Tischlein deck dich": "Buon Gusto" im Test

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Das „Buon Gusto“ hält, was es verspricht: Sowohl Eiscafé als auch Pizzeria sind zu empfehlen. Foto: HA
Das „Buon Gusto“ hält, was es verspricht: Sowohl Eiscafé als auch Pizzeria sind zu empfehlen. Foto: HA

Hanau. Als Eiscafé ist das „Buon Gusto“ in Hanau am Kinzigbogen zu empfehlen. Doch wie sieht es eigentlich mit der italienischen Küche aus? Wir haben es getestet.

Hohe Luftfeuchtigkeit, im Büro steht die Luft, nicht mal der Ventilator bringt Abkühlung. Zur Mittagspause an einem schwül-warmen Tag eignet sich die mediterrane Küche Italiens daher besonders gut, denken wir uns.Wir machen daher einen Abstecher zum „Buon Gusto“ am Kinzigbogen, ganz in der Nähe unserer Redaktion. Der Eislieferant unseres Vertrauens rettete uns schon den ein oder anderen Nachmittag, wenn ein leckerer Krokant-Becher die Gehirnzellen auffrischte und man den Artikel doch noch zufriedenstellend zu einem Ende brachte.Kein Preis für die schönste Aussicht Als Eiscafé ist das „Buon Gusto“ also nur zu empfehlen, doch wie sieht es eigentlich mit der italienischen Küche aus? Meine Begleitung und ich wählen einen Tisch im Außenbereich des Restaurants. Der Ausblick auf den riesigen Kinzigbogen-Parkplatz wird sicherlich keinen Preis für die schönste Aussicht gewinnen, auch der Innenraum ist eher karg eingerichtet.Allerdings muss man natürlich auch eingestehen, dass ein Restaurant direkt am Kinzigbogen nur schwerlich das Bild einer Wohlfühloase vermitteln kann.Bruschetta überzeugtDas Essen muss also stimmen, um den Nachteil des Ambiente auszumerzen. Und das tut es! Als Vorspeise bestellen wir uns Bruschetta für 4,50 Euro und Carprese für 5,60 Euro. Während das Bruschetta sowohl wegen der Menge als auch wegen des Geschmacks auf voller Linie überzeugen kann, sind die Mozzarellascheiben auf Tomate kein Kracher.Zum einen ist der Preis doch recht hoch für die Portion, zum anderen schmeckt der Mozzarella doch arg nach Supermarkt-Ware. Ein Büffelmozzarella mit intensiverem Eigengeschmack wäre hier sicherlich die bessere Wahl gewesen.Barrierefreiheit ist ein großer PluspunktDer Check der Sanitäreinrichtungen darf natürlich nicht fehlen, hier überzeugt das „Buon Gusto“ durch Sauberkeit und Barrierefreiheit. Ein weiterer Pluspunkt für den Italiener: Das gesamte Restaurant hat keine einzige Treppe und als einer gehbehinderten Person ein Stuhl im Weg steht, eilt sofort die Bedienung herbei und hilft dem Mann. Ein Sternchen darf es dafür auf jeden Fall sein.Nun aber zum Hauptgang: Wir entscheiden uns für typisch italienische Gerichte: eine kleine Pizza Parma (sieben Euro) sowie zwei Nudelvariationen (Tagliatelle ai Porcini für neun Euro sowie Tortellini al Forno für 7,50 Euro.Pizza-Boden ist nicht zu dickDie Pizza Parma ist reichlich mit Parma-Schinken und Ruccola belegt, der Boden ist nicht zu dick. Der Preis ist absolut gerechtfertigt, die Gesamtkomposition kann auf voller Linie überzeugen. Genauso ist es bei den Tortellini al Forno. Die Nudeln kommen genau auf den Punkt daher, die Bolognese-Sahne-Soße wird wunderbar durch den überbackenen Käse ergänzt. Und auch die Tagliatelle mit Steinpilzen kann seinen doch recht deftigen Preis absolut rechtfertigen. Die Nudeln sind al dente, die Soße mit den frischen Pilzen ein Traum.Bei einer Pizza oder einem Nudelgericht kann man in der Mittagspause beim „Buon Gusto“ nichts falsch machen. Für einen romantischen Abend zu zweit ist es zwar nicht zu empfehlen, aber diesem Ruf muss das „Buon Gusto“ auch nicht gerecht werden. Bevor wir mit vollen Bäuchen den Rückweg Richtung Redaktion antreten, muss allerdings eine Regel noch eingehalten werden: Ohne ein Eis in der Hand wird das „Buon Gusto“ nicht verlassen!

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