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Tierheim wird saniert: Mehr Platz für Kaninchen und Co.

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Für die Bewohner des Hanauer Tierheims – für Katzen, Nagetiere und Co. – soll 2017 noch mehr Platz geschaffen werden. Foto: Hellbrück
Für die Bewohner des Hanauer Tierheims – für Katzen, Nagetiere und Co. – soll 2017 noch mehr Platz geschaffen werden. Foto: Hellbrück

Hanau. Im kommenden Jahr steht im Tierheim am Wasserturm in Hanau wieder ein Umbau an. Nachdem die Stadt vor vier Jahren bereits eine neue Hundezwingeranlage errichtet hat, soll nun auch das dazugehörige denkmalgeschützte Gebäude saniert werden. Doch zuvor gilt es, erst einmal aufzuräumen.

Von Alexandra Hellbrück

Auf dem Gelände des Hanauer Tierheims befinden sich zwei Gebäude. Betritt man die Anlage von der Landstraße aus, findet sich zur Linken der langgestreckte schöne Neubau des Tierschutzvereins, von dem das Tierheim auch betrieben wird.Das aus Eigenmitteln errichtete Haus beherbergt, wie Tierheimleiterin Isabell Althoff und die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Petra Elian, unserer Zeitung bei einem Rundgang zeigen, unter anderem ein Arztzimmer, die Quarantänestation, Büroräume sowie moderne Hundezwinger. Das alte Gebäude rechter Hand gehört der Stadt. Dort ist im Jahr 2012 zwar eine neue Hundezwingeranlage angebaut worden, das Haus an sich ist jedoch mehr als nur in die Jahre gekommen.Tiere und Geräte müssen rausMomentan beherbergt es zwei große Räume für Katzen, Unterkünfte für Nager und Kleintiere sowie eine Menge Stauraum für Futter und Tierzubehör. Alles – Tiere wie Gerätschaften – müssen bis zum Jahresende raus, damit der Umbau starten kann. „Bis Ende Dezember wollen wir dafür das anliegende Hundehaus räumen“, sagt Althoff.Die Hunde würden dann in die anderen Zwinger im Neubau verlegt. Reiche der Platz nicht aus, so die Leiterin, sprängen andere Tierheime ein. Die Kooperation zwischen den Heimen sei gut und so würde sich auch während der etwa einjährigen Umbauphase für alle neu abgegebenen Tiere ein Platz finden – im Schnitt beherbergt das Hanauer Tierheim 30 Hunde, 40 Katzen und 40 Kleintiere.Hundezwinger wird umgerüstetDie freigewordenen Hundezwinger beim sanierungsbedürftigen Gebäude werden dann bis Ende Januar umgerüstet, um die Katzen und Nager aus dem Haus aufzunehmen. „Wir hätten alle Tiere von dort sonst in andere Heime geben müssen“, sagt Althoff, so sei es besser. Diese Lösung sei auch in Zusammenarbeit mit Vertretern der Stadt vereinbart worden.Von Anfang Februar bis Ende März 2017 wird dann das alte Gebäude komplett geräumt. Dass dies nicht nur die Tiere betrifft, zeigen die zahlreichen Lagerräume, die momentan noch mit allerlei Tierbedarf zugestellt sind. Dafür bekommen die Tierheimmitarbeiter von der Stadt Container gestellt, die als Zwischenlager dienen. Für Waschmaschine und Futterküche, in der das Fressen für die Tiere vorbereitet sowie das Geschirr gespült wird, soll ein beheizbarer Baustellencontainer bereitgestellt werden.Mehr Raum für KatzenFür die Tiere, die direkt neben der Baustelle untergebracht werden, möge die Umbauzeit nach Wunsch von Althoff und Elian so stressfrei wie möglich ablaufen, was sich wegen des zu erwartenden Lärms jedoch nicht immer vermeiden lassen wird. Doch am Ende hoffen die Tierheimmitarbeiter auf mehr Platz für ihre Schützlinge.Vor allem die Katzen bräuchten größere Räume, erklären beide Frauen einhellig. Denn durch die vielen nicht-kastrierten Tiere in der Stadt stellt gerade der Katzennachwuchs sowohl das Tierheim als auch den Tierschutzverein vor große Probleme. Im sanierten Gebäude soll es dann auch Platz für eine Wasch- und eine Futterküche geben, auch ein Empfangsbereich mit Toiletten, ein Freigehege für die Katzen sowie genügend Lagerflächen im Obergeschoss sollen dort entstehen.Heiz- und Stromkosten sparenEtwa acht bis zehn Räume können im alten Haus Platz finden. Zusätzlich erhoffen sich die Tierheim-Betreiber durch den Umbau eine künftige Einsparung von Heiz- sowie Stromkosten. Etwa 800 000 Euro sind für den Umbau vorgesehen, wobei der Tierschutzverein die künftige Einrichtung des Hauses übernimmt.Nicht nur deshalb ist der Verein ständig auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen – auch Sonderkosten im laufenden Betrieb wie Arztrechnungen für die Behandlung kranker Tiere oder anstehende Operationen schlagen immer wieder zu Buche.Wer das Tierheim unterstützen möchte, findet Möglichkeiten für eine Spende oder auch zur Übernahme einer Tierpatenschaft auf der Internetseite www.tierschutz-hanau.de.

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