Rasante Komödie um Schein und Sein: Bis 5. Januar zeigt das Fritz-Rémond-Theater die "Drei Männer im Schnee". Foto: Helmut Seuffert/PM

Hanau

Theater zeigt "Drei Männer im Schnee" mit Festspielgesichtern

Frankfurt/Hanau. Noch bis Anfang Januar läuft im Fritz-Rémond-Theater in Frankfurt die Wiederaufnahme von „Drei Männer im Schnee“ nach Erich Kästner.

Das Stück entpuppte sich bereits im vergangenen Jahr als Riesenerfolg. Und die Produktion atmet sozusagen einen Hauch Hanauer Märchenluft: Denn mit Barbara Bach, Detlev Nyga und Patrick Dollmann sind drei bekannte Namen der Brüder-Grimm-Festspiele dabei, zudem stammen die Kostüme von Ulla Röhrs, die seit 1986 bei den Hanauer Märchenfestspielen für die Kostüme verantwortlich ist.

Das Stück: Der millionenschwere Unternehmer Tobler studiert mit Vorliebe die Menschen und will wissen, wie die andere Seite lebt – sprich der Ottonormalbürger mit dem knappen Geldbeutel. Er nimmt am Preisausschreiben seiner eigenen Firma teil und gewinnt prompt den zweiten Preis, einen Winterurlaub im Grandhotel zu Bruckbeuren in den Alpen.

Zum Entsetzen seiner Familie entschließt er sich, die Reise tatsächlich anzutreten, nicht als Geheimrat Tobler, sondern inkognito als einer der „armen Schlucker“, in deren Leben er blicken möchte. So ganz auf sich gestellt ist er jedoch nicht, denn er spannt seinen langjährigen Diener Johann ein, der ihn begleiten und dabei einen Reederei-Millionär mimen soll.

Perfekte Scharade

Die Scharade scheint perfekt, wäre da nicht Toblers Tochter Hildegard, die den verkleideten Millionär im Hotel ankündigt, und durch eine Verwechslung unfreiwillig den arbeitslosen Fritz Hagedorn – Gewinner des ersten Preises – ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt.

Geheimrat Tobler landet stattdessen im unbeheizten Dachzimmer und wird vom Personal gleich zu verschiede­nen Gelegenheitsarbeiten eingespannt. So entsteht wiederum eine Freundschaft mit dem vermeintlichen Millionär Hagedorn.

Diener Johann sieht sich verpflichtet, Tochter Hildegard über die Geschehnisse zu berichten, die ihm aus lauter Sorge mit ihrer Haushälterin zusammen nachreist und mit ihrem Eintreffen alles so richtig durcheinanderbringt. Millionär Tobler bekommt derweil zu spüren, dass er als armer Schlucker unter den vornehmen Hotelgästen gar nicht gern gesehen ist – in dieser rasanten Komödie um Schein und Sein, in der Erich Kästner meisterhaft mit der Oberflächlichkeit der Menschen spielt und ihnen den Spiegel vorhält. das

Das Stück „Drei Männer im Schnee“ ist bis zum 5. Januar 2020 dienstags bis samstags jeweils um 20 Uhr, sonntags um 18 Uhr im Fritz-Rémond-Theater, Bernhard-Grzimek-Allee 1 in Frankfurt, zu sehen. Infos zu Eintrittskarten unter Telefon 0 69/43 51 66, per E-Mail an die Adresse karten-verkauf @fritzremond.de.

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