Die Waldpädagogen Eric Schumann und Nastasja Krupop geben den Kindern eine anschauliche Einführung. Foto: Habermann

KleinAuheim

Survival-Training im Wildpark Alte Fasanerie für Kinder

Klein-Auheim. Todernst geht es nicht zu, beim Survival-Training in der Alten Fasanerie. Im Gegenteil: die Klientel des Hessen-Forst sind Kinder, nicht stressgeplagte Investmentbanker, die auch mal im Wald das Überleben proben wollen.

Von Rainer Habermann

Also muss Spaß dabei sein, zumal die Eltern ihren Söhnen und Töchtern über die Schulter schauen dürfen. Am Samstagmorgen machten sich so 22 Kinder und 18 Erwachsene auf, die wichtigsten Regeln für ein Zurechtkommen in der Wildnis, sprich: unter den Bäumen vor den Wildtiergehegen, zu lernen. „Survival light“, könnte man sagen.

Nastasja Krupop und Eric Schumann heißen die beiden Waldpädagogen, die mit viel Witz und Charme das ABC für Waldmenschen präsentieren. Krupop gehört „zum alten Eisen“ des Wildparks, seit vielen Jahren arbeitet sie als Führerin. „Was bedeutet der gelbe Blitz auf dem Schild am Zaun?“ Viele Finger recken sich in die Höhe, die Kinder sind im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, da macht man das so. „Elektrozaun!“ Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen.

Viele spannende FragenDie erste Regel lautet also: „Nicht dranpacken, sonst bekommt ihr einen Schlag.“ Krupop und Schumann machen es einfach, und erklären gut. Eine weitere Regel: „Was solltet ihr tun, wenn euch eine Rotte Wildschweine über den Weg läuft?“ – „Schnell wegrennen“, lautet der Vorschlag eines Jungen. „Genau das Gegenteil ist richtig! Stehen bleiben, ganz langsam möglichst rückwärts schleichen, und vor allem die Zähne der Wildschweine im Auge behalten.“ Die beiden demonstrieren dann auch vor dem Wildschweingehege, wie diese Hauer, so der Name für die riesigen, krummen Zähne, den Ebern aus dem Maul wachsen: schräg. Die Wildsäue füttern: das durften die Kinder dann auch.

Drei Stunden vergingen wie im Flug, trotz des nasskalten Wetters. Gefahren im Wald, wie finde ich etwas zu essen (bei dieser Witterung nur schlecht), etwas zu trinken (schon einfacher, aber man sollte etwas zum Entkeimen dabei haben), und schließlich: Wie schaffe ich mir einen Unterschlupf? Viele spannende Fragen, auf die die beiden Pädagogen kindgerechte Antworten gaben – verbunden mit viel Toben, Spiel und Spaß.

Die „Survivaltrainings“ für Kinder von sieben bis zwölf Jahren und erwachsene Begleiter werden von Hessen-Forst mehrmals im Jahr mit unterschiedlichen Inhalten angeboten. Infos unter www.hessen-forst.de

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