Marienbild ist in der aufgeplatzten Rinde einer alten Eiche in Hanau zu sehen.
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Mitten im Steinheimer Wald in Hanau überrascht ein unbekannter Künstler Spaziergänger mit diesem Marienbild ín der aufgeplatzten Rinde einer alten Eiche .

Kunst

Mysteriöse Marien-Erscheinung im Wald: Abbild gibt Rätsel auf

  • vonHolger Hackendahl
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Das Werk eines Künstlers sorgt in Steinheim (Hanau) für Aufsehen. Wer das Marienbild in die Rinde der Eiche gemalt hat, ist unbekannt.

  • Ein anonymer Künstler hat ein Marienbild in die Rinde einer Eiche gemalt.
  • Ein Spaziergänger entdeckt das Kunstwerk in Hanau zufällig.
  • Inspiriert von dem Bild verfasst er ein Gedicht für die Marienerscheinung.

Hanau/Steinheim - „Himmlisches Wunder“ oder doch eher die bemerkenswerte kreative Idee eines bislang unbekannten Künstlers? Im Steinheimer Wald in Hanau sorgt eine „Marienerscheinung“ für Gesprächsstoff. Unweit der Senefelder Straße und des Galgens, dem einstigen Hinrichtungsort im Wald, findet sich in der Rinde einer knorrigen Eiche ein Abbild der Mutter Gottes.

Hanau: Künstler ist nicht bekannt – Auch der Hinweisgeber ist anonym

Offensichtlich wurde das an eine Ikone erinnernde Abbild von Maria und ihrem Jesuskind in eine offene Stelle der Rinde gemalt oder geklebt. Wer diese besondere Idee umgesetzt hat? Bisher ist das nicht bekannt. Der Künstler ist anonym.

Ebenfalls ein Anonymus hatte unsere Zeitung über den Kunstort mitten im Wald in Hanau informiert. Wird Steinheim durch die „Marienerscheinung“ in der Corona-Zeit, noch dazu im 700-Jahre-Stadtrechte-Jubiläumsjahr, am Ende noch zum doppelten Wallfahrtsort für Gläubige? Schließlich ist Steinheim bereits Schauplatz der Wallfahrten zum Heiligen Kreuz, deren Tradition bis ins Jahr 1309 zurückreichen soll.

Hanau: Unbekannter verfasst Gedicht für Marien-Erscheinung

Den Anonymus, der uns auf die „Marienerscheinung“ hinwies, hat die Begegnung im Steinheimer Wald jedenfalls zu folgenden Zeilen inspiriert: „Ich ging im Wald so für mich hin und plötzlich sah ich, man glaubt es kaum, aus einem knorrigen Eichenbaum die Muttergottes zu mir hinüber schau’n. Ich dacht’ bei mir: Bin ich im Traum? Eine Madonna, gewachsen in einem Baum? Meine Freude konnt’ ich kaum halten im Zaum. Gewiss, man sieht hier viele Frau’n tagsüber im Steinheimer Wald sich erbau’n. Doch wie kommt aus dem fernen Himmelsraum Maria mit ihrem Söhnchen in den Baum? Nach Steinheim, im Wald, geht alle hin, um zu schau’n. Ob am Morgen oder im Abendgrau’n. Ihr werdet sie finden und werd’ es kaum glauben. Erwachet, oh Steinheimer, und habet Vertrauen. Und lasst uns in Corona-Zeiten dies Heiligtum nimmer mehr klau’n.“

Hanau: Mysteriöse Marien-Erscheinung wirft Fragen auf

Zum „Wunder“ in Hanau geht es hier lang: Gailingsweg in Richtung Rondo auf die Senefelder Straße bis zum Waldeintritt. Hinter der Schranke geradeaus und dann nach 100 Meter den ersten Waldweg rechts ab in die „Forstmeisterschneise“. Nach 400 Metern auf der linken Seite zwischen den ersten beiden Holzstapeln, etwa drei Meter abseits vom Weg, ist der Marien-Eichenbaum zu sehen.

Ein weiteres Kunstwerk in Hanau ist der Steinheimer Flussgott.

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