Das Fahrrad ist der ständige Begleiter von Klaus Romeis, der Foto: privat

Hanau

Steinheimer Ortsvorsteher Romeis alias "Öko-Klaus" feiert 80.

Steinheim. Im Stadtteil ist er seit rund zehn Jahren Ortsvorsteher, Lokalpolitiker aber wesentlich länger: Klaus Romeis, geboren am 10. Januar 1940. Heute feiert er seinen 80. Geburtstag. Und leben andere in seinem Alter zurückgezogen, genießen ihren Ruhestand, so denkt Romeis noch lange nicht ans Aufhören mit der Politik.

Von Rainer Habermann

Seit über 50 Jahren ist er Mitglied der Hanauer CDU, war mehr als 20 Jahre lang im Stadtparlament für seine Partei. „Solange ich noch rüstig und gesund bin“, lächelt der frühere Berufsschullehrer an der Ludwig-Geißler-Schule (LGS), bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2004, „solange möchte ich gerne weiter Verantwortung für meine Mitmenschen tragen“.

Kontinuität, Verlässlichkeit und Vertrauen seien für ihn zentrale Dinge, erzählt uns der Senior. Und so trifft sich der ehemalige Holaner, und Pfadfinder in früher Jugend, auch seit über 60 Jahren regelmäßig mit seinen Freunden zum Stammtisch. Mit seiner Frau Ingrid ist Romeis seit dem 9. Juli 1966 verheiratet.

„Wenn man mal 80 Jahre alt wird, denkt man ja automatisch in kürzeren Zeitspannen“, sagt er nachdenklich. „Aber wenn wir beide gesund bleiben, schielen wir schon so hin und wieder auf die diamantene Hochzeit. Die goldene vor gut drei Jahren haben wir gebührend gefeiert.“

Sportlich sehr aktiv

Seine Gesundheit liegt möglicherweise auch an der Vergangenheit und Gegenwart des Seniors. Romeis ist nämlich sportlich sehr aktiv, auch heute noch. „In letzter Zeit ist mein Sport das tägliche Fahrradfahren, das hält mich fit. Und ebenso wandern wir gerne, haben schon so einige Hüttentouren in den Bergen hinter uns.“

Fußball hat er früher gespielt, dann später Faustball, bis dieser Sport allmählich ausstarb. Und Volleyball: hier baggerte, pritschte und schmetterte Romeis in der Lehrersportgruppe der LGS. Er kann sich auch noch daran erinnern, wie alles möglicherweise anfing. „Als Kinder haben wir noch im Main gebadet, sind auf die Flöße und Schiffe geschwommen, die vorbeifuhren“, sinniert der gebürtige Hanauer. „Das härtet natürlich ab.“

Nach Steinheim zog Romeis 1977, nach der Gebietsreform und Eingemeindung in die heutige Brüder-Grimm-Stadt. „Ich habe das immer als 'Win-Win-Situation' empfunden. Beide haben davon profitiert: Steinheim wie Hanau“, sagt der ehemalige Stadtverordnete und heutige Ortsvorsteher.

Gratulation der Partei

In einer Pressemitteilung gratuliert ihm auch seine Partei. „Seit zehn Jahren ist Klaus Romeis Ortsvorsteher in Steinheim und meistert diese anspruchsvolle und zeitintensive Aufgabe mit Bravour. Er hat für die Wünsche und Sorgen der Steinheimerinnen und Steinheimer stets ein offenes Ohr.“ Sein ehrenamtliches Engagement geht aber weit über die Politik hinaus, denn er unterstützt seit vielen Jahren aktiv den Kirchenchor seiner Pfarrgemeinde St. Johann-Baptist. Joachim Stamm, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Hanau, und Jens Böhringer, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Steinheim, gratulieren Klaus Romeis ganz herzlich zu diesem besonderen Geburtstag und wünschen ihm viel Glück und besonders Gesundheit für das neue Lebensjahr“, heißt es in der Pressemitteilung.

Nicht nur seine eigene Partei gratuliert: „Mehr als fünf Jahrzehnte in bürgerschaftlichem Engagement – eine solche Kontinuität ist wahrlich herausragend.“ Mit diesen Worten würdigen Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtverordnetenvorstehern Beate Funck (beide SPD) in einem Glückwunschschreiben den Steinheimer Ortsvorsteher.

Viele Ämter inne gehabt

Der 1986 mit dem Landesehrenbrief Ausgezeichnete war laut Mitteilung für die CDU zunächst von 1968 bis 1974 Stadtverordneter in Steinheim und nach der Eingemeindung bis 1993 Mitglied der Hanauer Stadtverordnetenversammlung. Seit 2006 gehört er dem Ortsbeirat Steinheim an, seit 2010 als dessen Ortsvorsteher. 2016 wurde er in diesem Amt bestätigt – mit den Stimmen aller Mitglieder des Ortsbeirats.

„Romeis tritt stets sachlich und ausgleichend auf“, stellt Oberbürgermeister Kaminsky heraus. Für seine ungezählten Stunden ehrenamtlicher Arbeit gebühre dem Jubilar „großer Respekt“, betont Vorsteherin Funck. „Markenzeichen“ des ehemaligen Berufsschullehrers sei seit Jahren sein Fahrrad, mit dem der lang Gewachsene unterwegs ist. Dies und sein Einsatz für Fauna und Flora haben ihm unter seinen Parteifreunden den Beinamen „Öko-Klaus“ eingebracht.

In einer Laudatio zur Ernennung als „Ehrenvorsitzender der CDU Steinheim“ wurde ebenso sein soziales Engagement gewertschätzt.

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