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Auf dieser Fläche an der Breulwiese gegenüber der Kindertagesstätte Mittelbuchen und neben der Mehrzweckhalle soll eine weitere Kita mit vier Gruppen entstehen.

Neue Kita für Mittelbuchen

Startschuss für Kita Breulwiese: Magistrat stimmt Vorlage zu – Vorhandene Bäume sollen erhalten bleiben

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Insgesamt drei Kindergärten sollen im Stadtgebiet Hanau in den kommenden beiden Jahren entstehen: im Bereich New Argonner, im Pioneer Park und in Mittelbuchen. Denn Hanau wächst und damit der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kleinkinder.

Jetzt wird das Satzungsverfahren für die Aufstellung des Bebauungsplans „Kita Zur Breulwiese“ in Mittelbuchen eingeleitet. Darüber informiert die Stadt in einer Pressemitteilung. Neben der vorhandenen Kita an der Wassergartenstraße soll eine weitere Betreuungseinrichtung für sieben Gruppen entstehen. Durch das aktuell entstehende Neubaugebiet „Vor dem Lützelberg“ reicht die Kapazität der bestehenden Kita nicht mehr aus. Zwar sei aktuell die Versorgung der Null- bis Zwölfjährigen „insgesamt gut“, wie Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD) in der im Winter stattgefundenen Stadtteilkonferenz berichtete, aber wegen des Bevölkerungswachstums in Mittelbuchen müsse man sich „ins Zeug legen“. 

Ortsvorsteherin Caroline Geier-Roth sah damals den großen Vorteil der neuen Kita darin, dass dort auch unter Dreijährige unterkommen könnten. Bislang werden die unter Dreijährigen in Mittelbuchen von vier Tagesmüttern im Stadtteil betreut – die Plätze dort sind rar und begehrt. Ohne das Neubaugebiet und mit den damit einhergehenden 122 Wohneinheiten mehr wäre wahrscheinlich keine zweite Kita, neben der in der Wassergartenstraße, vonnöten. 

Bäume sollen erhalten bleiben und in den Freibereich integriert werden

In seiner letzten Sitzung per Telekonferenz stimmte der Magistrat der Stadt Hanau nun einer entsprechenden Vorlage zur Aufstellung des Bebauungsplans zu. Der Haupt- und Finanzausschuss wird voraussichtlich am Montag, 11. Mai, abschließend über den Aufstellungsbeschluss entscheiden. Wie Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) und Bürgermeister Weiss-Thiel ihren Magistratskollegen erläuterten, sei es Ziel des Bebauungsplans, dem Bedarf an weiteren Kita-Plätzen zu begegnen. Neben den sieben Gruppenräumen soll es zudem einen Freibereich sowie Parkplätze geben. 

„Der vorhandene Grünbestand an Bäumen und Sträuchern wird dabei so weit wie möglich in den Freibereich der Kindertagesstätte integriert. Auch zukünftig werden im Plangebiet, das derzeit hauptsächlich aus einem geschotterten Parkplatz besteht, Parkplätze zur Verfügung stehen“, bekräftigte Kaminsky. Im Regionalen Flächennutzungsplan (RegFNP) ist das Plangebiet als Grünfläche mit der Zweckbestimmung Sportanlage sowie als Vorbehaltsgebiet für den Grundwasserschutz dargestellt. Kaminsky teilte mit, dass der Magistrat deshalb beauftragt werde, falls erforderlich, einen Antrag auf Zielabweichung zu stellen sowie eine Änderung des Regionalen Flächennutzungsplans (RegFNP) zu beantragen. Die Grundstücke im Plangebiet befinden sich im Eigentum der Stadt. Die neue Kindertagesstätte sei auch mit der städtischen Planung für die Reaktivierung des ursprünglich südlich und östlich verlaufenden Entwässerungsgrabens vereinbar, so der OB.

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