Die denkmalgeschütze Villa soll umgebaut werden. Bis zu sechs Wohnungen und mehrere Büros sollen dort entstehen. Foto: Elfi Hofmann

Hanau

Stadtverordnete stimmen für Änderungen im Bauvorhaben der Villa

Hanau. Stadtverordnetenversammlungen können durchaus mehrere Stunden dauern. Da wird ein Antrag vorgestellt, darüber diskutiert, jeder möchte seine Meinung mitteilen. Und am Ende wird abgestimmt. Und dann gibt es Sitzungen, die haben von vornherein eine kurze Tagesordnung und dauern keine ganze Stunde.

Von Elfi Hofmann

Der gestrige Montag war eine Sitzung der zweiten Sorte. Entscheidungen wurden aber trotzdem getroffen.So ist der Bebauungsplan für rund 90 neue Eigentumswohnungen an der Hochstädter Landstraße einstimmig angenommen worden.

Keine Änderung an den Rahmenvorgaben

Wie berichtet, ändert sich zwar an den grundsätzlichen Rahmenvorgaben des Bauprojekts, zu dem auch zwei Tiefgaragen und der Umbau der denkmalgeschützten Villa gehören, nichts, allerdings soll auf dem rund 1,2 Hektar großen Gelände, auf dem bis 2015 noch die Kleiderfabrik Philipp ansässig war, der Lärmschutz im Fokus stehen, schließlich verläuft hinter dem Gelände eine Zugstrecke. Auch eine extensive Dachbegrünung sowie Arten- und Baumschutz wurden niedergeschrieben und sollen umgesetzt werden.

Der Antrag des fraktionslosen Stadtverordneten Gregor Wilkenloh zur Einrichtung einer Fußgängerampel sowie eines fest installierten Blitzers auf Höhe des Hanauer Tierheims wurde hingegen abgelehnt. Wilkenloh hatte im Namen der Alternativen Linken Liste diese Maßnahmen gefordert, da bei Überquerung der Landstraße akute Verletzungs- und Lebensgefahr bestehe. Schaue man sich die Situation allerdings objektiv an, werde schnell klar, dass nicht einmal zwei Prozent der Autofahrer die Durchschnittsgeschwindigkeit überschreiten, so Stadtrat Thomas Morlock.

Straßenmarkierung soll kommen

Nachdem die Mitglieder des Ortsbeirats Kesselstadt vor wenigen Wochen unabhängig von Wilkenlohs Antrag an der Landstraße unterwegs waren, soll es allerdings auf jeden Fall eine Straßenmarkierung geben, durch die für alle ersichtlich ist, dass sie dort nur mit 50 Stundenkilometern unterwegs sein dürfen. Außerdem investiere die Stadt Hanau in mehrere temporäre Geschwindigkeitsanzeigen, die auch dort zum Einsatz kommen sollen. „Das hat eine deutlich dämpfende Wirkung auf das Fahrverhalten“, ist sich Morlock sicher.

Eine Ampelanlage für Fußgänger komme an dieser Stelle aber nicht in Betracht, da man Ampeln nur installieren könne, wenn auch Menschen die Straße regelmäßig queren. Und das sei auf Höhe des Tierheims einfach nicht der Fall.

Die nächste Sitzung der Stadtverordneten findet am Montag, 25. Februar, um 17 Uhr im CPH statt und wird wie immer öffentlich sein.

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