Startschuss: Damit das Pioneer-Areal zum Wohngebiet werden kann, müssen die Stadtverordneten der Satzung zum Bebauungsplan zustimmen. Luftbild: Axel Häsler

Hanau

Stadtverordnete haben über Pioneer-Bebauung zu entscheiden

Hanau. Wenn die Stadtverordneten am kommenden Montag im Paul-Hindemith-Saal des Congress Parks zusammenkommen, werden sie unter anderem über die Bebauung des Pioneer-Geländes zu entscheiden haben. Und man kann davon ausgehen, dass es einen klaren Beschluss geben wird.

Von David ScheckMit ihrem Projekt hat die Brüder-Grimm-Stadt bei der Immobilienmesse Expo Real in München überregionale Aufmerksamkeit erlangt. Auf einem Areal in der Größe eines Stadtquartiers (insgesamt umfasst der Geltungsbereich des Bebauungsplanes eine Fläche von rund 511 000 Quadratmetern) soll aus einem einstigen Kasernengelände ein Wohnquartier für etwa 5000 Menschen entstehen. Die Planer gehen von einer Zahl von rund 1600 Wohneinheiten aus, die in den kommenden Jahren entstehen werden.

Diese unterteilen sich in (jeweils geschätzt) 340 Einfamilienhäuser, 800 neue Wohneinheiten in Geschosswohnungsbauten sowie 460 Einheiten in Geschossbau im Bestand. Aufgabe der Stadtverordneten wird am Montag sein, die Satzung zum Bebauungsplan mit der Bezeichnung Nr. 1106 „Pioneer-Kaserne“ zu beschließen und ihr Okay zum Abschluss des städtebaulichen Vertrages zu geben.Weitere wichtige Themen der Parlamentssitzung am Montag werden sein:

Resolution zum Erhalt der Wohnungen in Sportsfield Housing:

Apropos Wohnungsbau – die Stadt und ihr gewähltes Parlament würden bekanntlich auch gerne die rund 400 Wohnungen in Sportsfield Housing erhalten, geltendes Baurecht beziehungsweise geltende Emissionsgrenzen für Lärm und Geruch sprechen aufgrund der Nähe zu Goodyear Dunlop bislang dagegen. Die SPD-Fraktion hat nun eine Resolution eingebracht. Darin heißt es: „Die Stadtverordnetenversammlung appelliert an die Bundesregierung und die verantwortlichen Bundesministerien, Kommunen, die insbesondere auf ehemaligen militärischen Konversionsflächen Bestandswohnungen haben, rechtliche Spielräume zu eröffnen, um den Erhalt wertvoller und insbesondere in den Ballungsräumen notwendiger Wohnungen zu sichern.“

Die Resolution richtet sich deshalb an die Bundesregierung und ihre Ministerien, weil nur sie das Baurecht ändern könnte. Die Stadt Hanau hat rechtlich keine Handhabe, ihr Magistrat und Parlament können lediglich eines: nicht müde werden, zu betonen, welcher Irrsinn aus ihrer Sicht die Konsequenzen wären. „Ein Abriss wäre ein unverantwortlicher Schritt“, heißt es in der Resolution.

Maßnahmen der Stadt Hanau zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung:

Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel sind nach Auffassung von SPD, Grünen, BfH und FDP nicht nur auf nationaler und internationaler, sondern auch auf kommunaler Ebene notwendig. Sie haben daher einen Antrag eingebracht. Darin wird unter anderem gefordert, dass in allen Bereichen der Unternehmung Stadt der Ausstoß von Treibhausgasen kontinuierlich reduziert werden soll, um möglichst im Jahr 2040 klimaneutral zu werden.

Barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen:

16 Bushaltestellen der HSB-Linien 1 und 9 in den Stadtteilen Mittelbuchen und Hohe Tanne sollen für 900 000 Euro (inklusive einer Förderung durch das Land Hessen) barrierefrei umgebaut werden. Dafür hätte der Magistrat gerne die Zustimmung des Parlaments.

Ersatz des Bahnübergangs Heideäcker Weg:

Der Magistrat bittet die Stadtverordnetenversammlung um Zustimmung für die weitere Planung einer Straßenunterführung als Ersatz des Bahnübergangs Heideäcker Weg im Zuge des viergleisigen Ausbaus Hanau-Gelnhausen auf Grundlage der dazu vorgelegten Machbarkeitsstudie.

Zuschuss für die TGH:

Der Turngemeinde Hanau (TGH) soll für den Neubau der Sporthalle und die Neugestaltung der Außenanlagen zu einem Sportcampus auf dem Gelände Jula-Hof-Sportanlage ein Investitionszuschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro gewährt werden.

Außerdem wird der Magistrat in der Sitzung des Parlaments am Montag seinen Bericht 2017/2018 zu Spenden und Sponsoring vorlegen.

Die 36. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung ist öffentlich (mit Ausnahme eines zwei Punkte umfassenden nicht-öffentlichen Teils) und findet am Montag, 28. Oktober, im Paul-Hindemith-Saal des Congress Park Hanau, Schlossplatz 1, statt. Beginn ist um 17.30 Uhr.

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