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Die Stadt Hanau sagt Hamsterkäufern den Kampf an.

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Verkaufsbeschränkung: Stadt Hanau verbietet Hamsterkäufe

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Die Stadt Hanau macht im Kampf gegen die Hamsterkäufe Ernst: Ab Montag dürfen Waren nur noch in haushaltsüblichem Umfang an eine Person abgegeben werden.

 "90 Prozent der Menschen sind vernünftig, aber der kleine Teil der Unvernünftigen gefährdet zunehmend die Versorgungslage", begründet Oberbürgermeister Claus Kaminsky in einer Mitteillung die entsprechende Allgemeinverfügung, die ab Montag, 23. März, gilt. Hanau orientiert sich dabei auch am Landkreis Marburg-Biedenkopf, der ein entsprechende Regelung bereits am Samstag auf den Weg gebracht hatte.

Kassenpersonal beleidigt und angefeindet

"Mit der neuen Anordnung wollen wir verhindern, dass die Ehrlichen am Ende die Dummen sind. Und wir wollen damit auch den Kassiererinnen und Kassierern den Rücken stärken", erklärt Kaminsky. Er habe am Wochenende mehrere Rückmeldungen bekommen, dass das Kassenpersonal beleidigt und angefeindet wird, wenn es "Hamsterkäufer" um Rücksichtnahme bittet. "Das ist unerträglich und muss ein Ende haben", stellt Kaminsky klar.

Hanaus Oberbürgermeister hatte "Hamsterkäufe" bereits in der vergangenen Woche als "asozial" bezeichnet und mögliche Konsequenzen angedroht. Trotzdem waren auch am Wochenende viele Regale leer – insbesondere im Hygienebereich. "Das führt dann auch dazu, dass jene, die sich tagsüber zum Beispiel um Kranke oder unsere Versorgung kümmern, nach Feierabend kein Klopapier mehr bekommen", erläutert Kaminsky: "Das ist in höchstem Maße unmoralisch.

Auch Anzahl der Kunden wird begrenzt

 In der Allgemeinverfügung wird die Zahl derer, die sich auf der Verkaufsfläche aufhalten dürfen, in Abhängigkeit zur Geschäftsgröße ebenso begrenzt wie die Zahl der Einkaufswagen, die insgesamt zur Verfügung stehen dürfen. Zudem darf jeder Kunde die Geschäfte nur noch mit einem Einkaufswagen betreten. "Die Geschäfte haben damit eine klare Handhabe, um die ‚Hamsterkäufe‘ zu unterbinden. Ich hoffe sehr, dass die Kassiererinnen und Kassierer damit entlastet werden und sie sich nicht mehr beschimpfen lassen müssen. Auch für sie gilt nämlich unser Credo: ‚Wir lassen niemanden allein!‘", unterstreicht der Oberbürgermeister.

Ein positives Beispiel für Rücksichtnahme und Wertschätzung haben nach Kaminskys eigenen Beobachtungen am Samstag Kunden und Beschicker des Hanauer Wochenmarkts geliefert. "Es ging da sehr geordnet zu: strukturierte Schlangen, ausreichend Abstand, Verständnis füreinander. Das war vorbildlich", lobt der Oberbürgermeister. Sein besonderer Dank gilt den Händlern, die sich auf die außergewöhnliche Lage schnell eingestellt hätten und trotz der Widrigkeiten gekommen sind.

"Unser Wochenmarkt trägt seinen Teil dazu bei, dass die Lebensmittelversorgung sichergestellt bleibt. Deshalb war es auch logisch, dass wir den Beschickern bis Jahresende die Gebühren erlassen", so Kaminsky abschließend.

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