Der Sportsfield-Housing-Komplex umfasst insgesamt 22 Wohngebäude. Fünf davon werden derzeit für die Erstaufnahmeeinrichtung genutzt. Archivfoto: Häsler

Hanau

Sportsfield wird vollständig zur Flüchtlingsunterkunft

Hanau (df). Das Sportsfield-Housing-Areal wird künftig komplett als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt. Das hat der Magistrat der Stadt Hanau am Montag beschlossen. Die Stadtverordnetenversammlung muss dem noch zustimmen. Fest steht allerdings bereits, dass die Zahl der Flüchtlinge, die in der seit kurzem auf Sportsfield Housing betriebenen Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen untergebracht sind, deutlich steigen wird. Zu den derzeit dort untergebrachten 850 Menschen werden bis Jahresende laut Mitteilung der Stadt 700 hinzu kommen.

Der Sportsfield-Housing-Komplex umfasst insgesamt 22 Wohngebäude. Fünf davon werden derzeit für die Erstaufnahmeeinrichtung genutzt. Bis Jahresende sollen vier weitere hinzukommen. In den übrigen Gebäuden will die Stadt die sogenannten Kontingentflüchtlinge unterbringen, also jene Menschen, die auf eine Entscheidung in ihrem Asylverfahren warten. Derzeit werden für diese Gruppe lediglich zwei Gebäude genutzt, drei weitere werden derzeit instandgesetzt. Gemäß des Magistrats-Beschlusses sollen nun auch die acht anderen Gebäude dafür genutzt werden. „Mit der jetzt auf den Weg gebrachten vollständigen Erschließung der Konversionsfläche 'Sportsfield Housing' sorgen wir dafür, dass wir unserer Verpflichtung zur Aufnahme von Flüchtlingen nachkommen und angemessene Unterkünfte bereitstellen können“, erklärte Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Der OB gab am Montag auch bekannt, die Stadt Hanau im kommenden Haushalt ein Sonderbudget „Flüchtlinge“ in Höhe von vier Millionen Euro einplanen wird. Zudem will die Stadt zu Koordinierung der fachübergreifenden Aufgaben eine Stabsstelle „Asyl“ einrichten.

Mehr Infos im HANAUER vom 3. November 2015.

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