Mit Gin: Rocky Musleh und Lutz Hanus. Foto: PM

Hanau

Spirituosen-Award: Hanauer Gin in China prämiert

Hanau. Der Hanauer François-Gin hat beim China Wine and Spirit Award, kurz CWSA,eine Doppelgold-Medaille gewonnen. Über 6000 Wein-und Spirituosensorten aus gut 58 Ländern hatten sich beim CWSA 2019 der Fachjury gestellt. Darüber informieren Rocky Musleh und Lutz Hanus in einer Mitteilung.

Demnach handele es sich um „einen der einflussreichsten Wein- und Spirituosenawards der Welt“.

Die beiden Macher des Hanauer Gin freuen sich sehr, dass ihre Hommage an den fast in Vergessenheit geratenen Sohn Hanaus bei einer internationalen Fachjury so gut ankomme: „Dass wir bei einem so großen und renommierten Award direkt beim ersten Mal Doppelgold holen, haben wir uns insgeheim erhofft, aber nie ernsthaft damit gerechnet“, werden sie in der Mitteilung zitiert. „Jetzt freuen wir uns natürlich sehr, dass unser Gin auch international so gut ankommt.“

Ihre Kreation hatte sich innerhalb weniger Monate nach Marktstart im Dezember 2017 einen Namen im gesamten Rhein-Main-Gebiet gemacht, ist inzwischen in zahlreichen In-Bars in Frankfurt erhältlich und drängt nun auch auf den bundesweiten Markt.

Mit Edelbrenner Dirker entwickelt

Mit François haben Musleh und Hanus laut Mitteilung einen Gin kreiert, der „ursprünglich, geradlinig und charakterstark“ schmeckt. Alle Zutaten wie Wacholderbeeren, Koriander, Eisenkraut, Hibiskusblüten, Muskatellersalbei, Lorbeerblüten oder Basilikum seien sorgfältig ausgewählt und stets von „höchster Qualität“. Das gelte auch für die Grapefruit und die Blutorange, die dem François seine „ganz besondere Finesse“ gäben.

Entwickelt wurde der Tropfen gemeinsam mit dem hessischen Edelbrenner Arno Dirker, der den Gin – frei von industriellen Zusätzen und künstlichen Aromen – in einem holzbefeuerten, alten Rothutkesselnachbau herstelle und zwei- bis dreimal destilliere.

Motivation für weitere Aufgaben

Verkauft wird François in einer braunen Apothekerflasche – als Reminiszenz an den Erfinder des Gin, der 1614 in Hanau geboren wurde und dort, nach seinem Medizinstudium in Leiden und Basel, auch einige Jahre als Arzt praktizierte. Die Verbindung zu seiner Heimatstadt wird beim Francois auch über das Etikett dokumentiert: Das vom renommierten Künstler und Designer Lars Contzen designte Label ziert ein Schwan mit einem Wacholderzweig im Schnabel – das Tier findet sich auch im Hanauer Stadtwappen.

Eine besondere Beziehung zu Hanau pflegen auch die beiden Schöpfer des François: Hanus ist Inhaber einer in Hanau beheimateten Agentur für digitales Marketing, Musleh Veranstalter und Gastronom. „Schauen wir mal, was das Jahr noch so bringt. Gleich am Anfang so einen Knaller, das motiviert natürlich ungemein“, erklären Musleh und Hanus abschließend. cd

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