Beim Weihnachtskonzert der Neuen Philharmonie Frankfurt unter der Leitung von Steven Lloyd-Gonzalez traten auch die Chöre am Fuldaer Dom auf. Rechts Der Operntenor Manolito Mario Franz. Fotos: George

Hanau

Sinfoniekonzert: "Weihnachten in New York" im CPH

Hanau. So richtig schön festlich-romantisch war das für dieses Jahr letzte Sinfoniekonzert im ausverkauften CPH.

Von Esther George

Unter dem Motto „Weihnachten in New York“ packte die Neue Philharmonie Frankfurt (NPF) unter der Leitung von Steven Lloyd-Gonzalez die amerikanischen Klassiker wie „White Christmas“ aus als auch traditionelle Weihnachtslieder in üppiger sinfonischer Besetzung und mit reichlich Glockenspielklängen. Das Tüpfelchen auf dem I bildeten in diesem festlichen Musikglanz die Chöre am Fuldaer Dom und der Tenor Manolito Mario Franz mit ihrem feierlichen und beschwingten Gesang.

Die märchenhafte und magische Seite der Weihnachtszeit betonte die NPF mit Auszügen aus der Filmmusik zu „Harry Potter“ von John Williams. Höchst variabel zwischen zauberhaften Schattierungen und großer Geste spielte sich das Orchester durch den typischen pathetisch aufblühenden Klang der amerikanischen Filmmusik und betonte in der Ouvertüre zu Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ und dem bekannten Abendsegen als Thema die besinnliche Seite mit warmem Streicherklang.

Die NPF ließ die sehr vielseitigen Arrangements der Stücke zu einem einzigen Hörgenuss werden, indem sie die Stücke durchweg transparent und nuancenreich interpretierte. So konnte man beispielsweise in der Instrumentalversion von „Rudolph the red-nosed reindeer“ geradezu lautmalerisch das flotte Galoppieren und fröhliche Schnauben des Rentieres hören.

"Stille Nacht" zum Abschluss

Gleichfalls prägnant intonierten auch die Chöre am Fuldaer Dom die populären Stücke wie „Jingle Bells“ und „We wish you a merry christmas“ und kreierten zusammen mit dem Orchester beschwingte, weihnachtliche Atmosphäre. Auch die wunderschönen „Three Christmas Songs“ von John Williams waren ausdrucksvoll gesungen und meisterhaft vom Orchester gespielt.

Viel Applaus erhielt zudem der klangvolle Operntenor Manolito Mario Franz, der an vielen bekannten Opernhäusern und Theatern singt, unter anderem an der Bayerischen Staatsoper. Sein kräftiges Timbre brachte er inbrünstig bei „Adeste Fideles“ (Herbei, o ihr Gläubigen) zur Geltung, die englische Weise „Deck the Halls“ interpretierte er freudvoll und federnd und ließ den Song „I’m dreaming of a white christmas“ sanft ertönen.

Der Pianist und Organist Olaf Joksch, der im In- und Ausland konzertiert und an der Hochschule für Musik in Mainz doziert, spielte an der Orgel dem Publikum eine Variation zu „Go tell it on the mountain“ und die „Carol Rhapsody“ von Richard Purvis. Zum Abschluss des Konzert und zur Einstimmung auf Weihnachten durfte die Besucher gemeinsam mit dem Orchester „Stille Nacht“ singen.

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