Ansicht des Siegerentwurfs vom Fronhof aus: Eine denkbare Option zur Integration eines Hotels wäre der Gebäudetrakt zum Schlossplatz hin gewandt, wo aktuell Gastronomie vorgesehen ist. Grafiken: Baugesellschaft/terramag

Hanau

Schlossplatz: Prüfauftrag für Hotel - Ergebnisse im Februar

Hanau. Möglicherweise wird es auf dem Schlossplatz doch noch ein Hotel geben. Nach der Entscheidung des Stadtparlaments für den Entwurf der Bietergemeinschaft Baugesellschaft/Terramag zur Schlossplatz-Bebauung, der bislang keine Hotelnutzung vorsieht, gibt es jetzt einen Prüfauftrag.

Von Robert Göbel

Ob bei der nun anstehenden Weiterentwicklung des Siegerentwurfs ein Hotel in das Ensemble integriert werden kann, soll jetzt geprüft werden.

Erste Ergebnisse zu dem Prüfauftrag, der als weitere Diskussionsgrundlage dienen soll, erwartet Stadtplaner Martin Bieberle bis Ende Januar/Anfang Februar, wie er auf Anfrage unserer Zeitung erklärte.

In der Diskussion um den besten Entwurf des Vergabeverfahrens war in den vergangenen Wochen insbesondere von Seiten der CDU und Teilen der FDP immer wieder kritisiert worden, dass – gerade auch zur besseren Auslastung des benachbarten Congress Parks – der Entwurf von Baugesellschaft/Terramag keine Hoteleinrichtung vorsieht.

Noch nicht in der Endfassung

Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) hatte schon in der entscheidenden Stadtverordneten-Sitzung angedeutet, dass der Siegerentwurf von Baugesellschaft/Terramag noch nicht die Endfasssung für die Neugestaltung des Schlossplatzes sei und nun vor der Umsetzung ein „Veredlungsprozess“ bevorstehe.Kaminsky hatte beispielhaft an den öffentlichen Diskurs zum damaligen Siegerentwurf für das Forum Hanau erinnert, der erst dafür gesorgt hätte, dass aus den Entwürfen von damals das geworden sei, „was heute sicht- und erlebbar ist“. Aktive Bürgerbeteiligung solle wie beim Forum auch am Schlossplatz dazu beitragen, dass das Gesamtpaket verbessert werden könne.

„Nach der Vergabe der Neugestaltung beginnt jetzt mit der Überarbeitung und Vertragsgestaltung erst die eigentliche Arbeit, auf die wir uns freuen“, sagt Stadtplaner Martin Bieberle im Gespräch mit dem HANAUER. So soll die Architektur für den Neubau, der an Stelle des Hauses des Handwerks entstehen wird, nochmals überdacht werden. Im Zuge der Diskussion war vereinzelt bemängelt worden, dass der Neubau auch in seiner überarbeiteten Version zu dominant ausfalle.

Mündung in einen Bebauungsplan

Nach ausführlichen Beratungen sollen die Planungen für den Schlossplatz schließlich in einen Bebauungsplan münden. „All das wird unter breiter Mitwirkung der Öffentlichkeit geschehen. Die Entwürfe werden vom Struktur- und Umweltausschuss begleitet und im Frühjahr planen wir eine weitere Öffentlichkeitsbeteiligung für die Neugestaltung des ganzen Platzes“, kündigte Bieberle an.

Für das kommende Frühjahr wird dann auch mit der Fertigstellung des am Schlossplatz gelegenen Hauses des Jugendrechts gerechnet, das ebenfalls von der Baugesellschaft umgebaut wird. Unverändert geplant ist, dass der gesamte Schlossplatz künftig autofrei sein wird und die Graf-Philipp-Ludwig-Straße, die vom Altstädter Markt zum Schlossplatz führt, in eine Fußgängerzone umgewidmet wird. Unmittelbar zum Schlossplatz gewandt soll am Haus des Jugendrechts zudem eine Gastronomie mit Außenbestuhlung entstehen.

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