Nach dem Abriss des Hauses des Handwerks (links im Bild) wird auf einem Teil des Schlossplatzes und im rückwärtigen Bereich ein Neubau entstehen. Archivfoto: Christian Dauber

Hanau

Schlossplatz: Nutzungskonzept kommt nochmal auf den Prüfstand

Hanau. „Wir sind da mit Hochdruck dran“, sagt Stadtentwickler Martin Bieberle auf die Frage nach dem Planungsstand für den Schlossplatz. Der dortige Neubau sowie die Umgestaltung des historischen Kanzleigebäudes, in dem früher die Stadtbibliothek untergebracht war, sind Teil des Großprojekts.

Von Christian Spindler

Die Umgestaltung des Schlossplatzes ist die letzte Maßnahme der Erneuerung der fünf innerstädtischen Plätze in der Brüder-Grimm-Stadt im Zuge des City-Umbaus.

So steht's um die Hotelpläne

Aktueller Stand: Eine Hotel-Ansiedlung am Schlossplatz rückt nun doch offenbar immer mehr in den Fokus. Das bestätigt auch Stadtentwickler Martin Bieberle. Wie berichtet, hatte das Stadtparlament im vergangenen September im Zuge eines so genanten Konzeptvergabeverfahrens dem Konsortium aus städtischer Baugesellschaft und dem Baulandentwickler Terramag den Zuschlag erteilt – einstimmig. Die beiden Entwürfe der Investoren KCI (Frankfurt) und 3W (Wiesbaden) gingen leer aus.

Seitdem wird am Baugesellschaft/Terramag-Konzept gefeilt. „Es ist alles noch mal auf dem Prüfstand“, sagt Jens Gottwald, Chef der städtischen Baugesellschaft und meint dabei vorwiegend die Belegung. Fest steht: Nach dem Abriss des Hauses des Handwerks wird auf einem Teil des Schlossplatzes und im rückwärtigen Bereich ein Neubau entstehen, der den Fronhof von zwei Seiten umschließt. In das Gebäude, zu dem eine Tiefgarage gehören wird, soll jedenfalls die Tanzschule Berné einziehen. Zudem werden Wohnungen entstehen.

Während zunächst von Gastronomie im Neubau die Rede war, geht es nun offenbar immer konkreter um ein Hotel. Das sei im Hinblick auf den benachbarten Congress Park durchaus sinnvoll, meint Baugesellschafts-Chef Gottwald. Zur Belegung des Neubaus könne er aber weiter nichts sagen. Naheliegend wäre, dass am Ende doch ein Hotel zum Zuge kommt, das bereits Teil eines der beiden anderen Konzept-Entwürfe war. Äußern will sich dazu derzeit niemand.

Die konkreten Planungen sollen im ersten Halbjahr präsentiert werden

Ende vorigen Jahres ist der Kauf- und Erbbaurechtsvertrag zwischen Stadt, Baugesellschaft und Terramag unterschrieben worden. Die Baugesellschaft ist für den Neubau zuständig, der vom Frankfurter Architekten Stefan Forster entworfen wurde. Von ihm stammen in Hanau auch die Pläne für die Wohngebäude an der Ostseite der Französischen Allee. An der wuchtigen Architektur des Schlossplatz-Neubaus hatte es durchaus Kritik gegeben. Mehrere Redner im Stadtparlament hatten gefordert, dass nachgebessert wird. Baugesellschafts-Geschäftsführer Gottwald erklärte nun, an der „architektonischen Grundrichtung wird sich nichts ändern.“

Das überregional tätige Unternehmen Terramag, das seinen Sitz von der Westbahnhofstraße ins Kanzleigebäude verlegen will, kümmert sich um das denkmalgeschützte Gebäude. In dessen Obergeschoss sollen die Terramag-Büros einziehen, im Erdgeschoss sind Multifunktionsräume für verschiedene Veranstaltungen geplant.Die konkreten Planungen für Schlossplatz und Fronhof sollen „im ersten Halbjahr“ präsentiert werden, sagt Stadtentwickler Martin Bieberle. Im Herbst soll dann mit den Bauarbeiten begonnen werden.

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