Hanau

Rudi Völler auf Kunstwerk mit den Brüder Grimm verewigt

Hanau. Zwar ist Rudi Völler nicht mehr ganz so oft in Hanau wie zu der Zeit, als sein Sohn noch Körbe für die White Wings warf, doch ab und an verschlägt es den Wahl-Düsseldorfer dann doch in seine Heimatstadt. So auch am Mittwochabend.

Von Kerstin Biehl

Der Fußball-Weltmeister von 1990 war auf Einladung von Designer Lars Contzen und Galeristin Marion Sulzmann in die Galerie Arp am Freiheitsplatz gekommen, um eine ganz besondere Würdigung, verpackt in ein Kunstwerk, entgegen zu nehmen.

Völler zählt zu "Legends of Hanau"

Auf einer der Zeichnungen für seine Ausstellungsreihe „Aloha Hanau“, mit der Contzen derzeit in der Galerie Arp gastiert, hat der Designer dem Fußballer eine besondere Würdigung zugesprochen, indem er ihn in eine Reihe mit den wohl berühmtesten Söhnen der Stadt setzt: Jacob und Wilhelm Grimm. Auf dem Werk „Legends of Hanau“ sind alle drei vereint im Profil zu sehen.

„Im Zuge des Zeichnens habe ich gar nicht darüber nachgedacht, Rudi Völler dadurch zu treffen. Aber jetzt freue ich mich um so mehr“, sagte Contzen bei der Übergabe seines Werks. Völler, der seine Freude über das Geschenk bekundete, erzählte, dass wo immer er im Ausland erwähne, dass er aus Hanau komme, dies den Menschen nichts sagen würde. Berichte er dann aber von den Brüdern Grimm, wüssten alle, wovon er spreche.

Starke Verbindung zur Heimat

Am Mittwochabend war Völler ein gefragter Mann. Zwei Fernsehteams, daneben verschiedene Printmedien, sowie einige geladene Gäste bevölkerten die kleine Galerie Arp. Doch Völler gab sich gelassen, freundlich und sehr geduldig. Zu Hanau habe er noch immer eine starke Verbindung, sagte Völler gegenüber dem HA. Nicht zuletzt deshalb, weil seine Mutter hier lebe. „Ich war vorhin noch kurz in der Stadt, bin so ein bisschen durch die Straßen gegangen, war auch am Freiheitsplatz, den ich ja noch aus meiner Jugend kenne. Da muss man schon sagen, dass es toll geworden ist. So modern, schöne Geschäfte, eine positive Veränderung.“

Zu den bekannten Profilen von Wilhelm und Jakob Grimm malte Designer Lars Conzten das Antlitz von Rudi Völler hinzu. Der Titel des Bildes: „Legends of Hanau“.

Dass sich die Innenstadt in den vergangenen Jahren so sehr entwickelt hat, freue ihn sehr. Er habe sich schon damals, im Vorfeld des wettbewerblichen Dialogs, für eine Umgestaltung des Freiheitsplatzes nach heutiger Form ausgesprochen. Im kommenden Jahr wird Völler 60. Daran, sich aus dem Fußballgeschäft zurückzuziehen, denkt er deshalb aber nicht. „Es ist schwer vorstellbar für mich, ohne Fußball zu leben. Wenn man 18 Jahre Profi war, Sportdirektor, Manager, Trainer, ist das natürlich um so schwerer. Aber irgendwann ist natürlich mal Schluss. Aber das hat noch ein bisschen Zeit. Noch macht mir das alles sehr viel Spaß“, so Völler.

München, Marseille, Rom und Hanau

Ob er irgendwann mal wieder zurück nach Hanau kommen wird, kann Völler nicht sagen. „Das ist schwer zu beantworten. Ich habe durch den Fußball in so vielen verschiedenen Städten gelebt. München, Bremen, Marseille, Rom. Im Moment im Rheinland. Da fühle ich mich sehr wohl. Aber vielleicht komme ich mal wieder zurück ins Rhein-Main-Gebiet. Ich weiß es nicht genau.“

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