Um einen großzügigen Innenhof gruppieren sich die verschiedenen Baukörper des Wohnkomplexes auf dem ehemaligen EAM-Gelände. Foto: Thomas Seifert

Hanau

Richtfest auf Ex-EAM-Areal: 140 teils barrierefreie Wohnungen

Hanau – Da waren sich Dawonia-Geschäftsführer Sebastian Gefeller und Oberbürgermeister Claus Kaminsky einig: Gegen die Wohnungsnot im Rhein-Main-Gebiet hilft nur eins – bauen, bauen.

Von Thomas Seifert

Und deshalb war das Stadtoberhaupt hoch erfreut, dass auf dem ehemaligen EAM-Gelände an der Ecke Hospitalstraße/Eugen-Kaiser-Straße Richtfest an einer Anlage aus mehreren Baukörpern mit rund 140 Wohnungen gefeiert werden konnte.

Die Dawonia setzt laut Sebastian Gefeller auf Wachstum und sieht in Hanau als aufstrebende Stadt beste Marktchancen für ihre Mietwohnungen. Die Nachfrage sei sehr positiv, die Stadt ein eigenständiger, guter Standort mit besten Verbindungen nach Frankfurt. Man habe aus diesem Grund bereits ein weiteres Projekt in der Brüder-Grimm-Stadt in Arbeit, so Gefeller, der sich für die gute Zusammenarbeit mit den städtischen Gremien bedankte.

Kaminsky spricht von erschwinglichen Wohnungen

Als „städtebaulich reparaturbedürftig“ sei das ehemalige EAM-Gelände jahrelang ein Sorgenkind der Stadtplanung gewesen, deshalb sei es umso positiver, dass sich die FBW Projektbau und Dawonia dieses Standorts angenommen hätten. „Nicht nur Hanauer können hier noch erschwingliche Wohnungen anmieten, auch der große Druck aus Frankfurt kann durch diese Anlage etwas abgemildert werden“, ist das Stadtoberhaupt sicher.

Mit der Wohnanlage werde nicht nur das Quartier deutlich aufgewertet, sondern auch das Prinzip der Verdichtung beispielhaft verfolgt und so auf Flächenverbrauch auf der grünen Wiese verzichtet. Mit solchen Projekten sei Hanau auf einem guten Weg, weiterhin qualitativ zu wachsen und zu Hessen kleinster Großstadt zu werden, schloss Claus Kaminsky.

Bezug ab Anfang 2020 möglich

Von Anfang 2020 an können die zirka 140 Ein- bis Fünfzimmerwohnungen mit Flächen von 55 bis 120 Quadratmetern, die teilweise barrierefrei sind, angemietet werden. Fast alle verfügen über einen Balkon oder eine Loggia, einige haben Penthouse-Charakter. Ausgestattet mit Massivholzparkettböden, bodenebenen Duschen, großen Sanitärfliesen, teilweise separaten Gäste-WCs und Aufzügen entspricht die Ausstattung einem gehobenen Anspruch, stellte Projektleiter Florian Lippmann fest.

Neben 160 Plätzen in der Tiefgarage stehen weitere 20 Stellplätze im Innenhof zur Verfügung, der begrünt werden soll. Zwei Gewerbeflächen warten auf Mieter, wobei sich Lippmann dort einen Nahversorger vorstellen könnte. Auf dem Areal sind verschiedene Baukörper entstanden, einer passt sich in der Hospitalstraße mit einem Satteldach der benachbarten Bebauung an.

Der InvestorDie Dawonia ist ein Immobilienunternehmen mit Sitz in München, das etwa 30 000 Mietwohnungen in seinem Bestand hat, davon rund ein Drittel geförderte und mietpreisgebundene Wohnungen. Die Wohnanlage auf dem ehemaligen EAM-Gelände ist das zweite Projekt in Hessen nach Frankfurt-Niederrad. Ein weiteres Projekt der Dawonia in Hanau mit etwa 140 Wohnungen entsteht derzeit am Wallweg/Friedrich-Ebert-Anlage beim City-Center. tse

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