Rund 30 Bewohner waren der Einladung zur Wiederbelebung des Weststadtkreises in das evangelische Gemeindezentrum Helmholtzstraße gefolgt. Bild: Thomas Seifert

Hanau

Renaissance des Weststadtkreises: Bürgerforum engagiert sich

Hanau. Der Weststadtkreis ist am Montagabend wiederbelebt worden und wird zumindest ein Jahr lang von einem Trio geführt. Das ist das Ergebnis eines von gut 30 Bürgern im evangelischen Gemeindezentrum besuchten und von der Strategiekonferenz initiierten Treffens.

Von Thomas SeifertAnfang März hatte der Weststadtkreis das letzte Mal getagt und die Akteure seien seither „von Müdigkeit befallen gewesen“, stellte Moderatorin und Sozialarbeiterin im Jugendzentrum (Juz), Antje Heidel, fest. Große Projekte wie der Bürgerpark Hochgericht, das Jugendzentrum oder das BoxGym seien abgeschlossen gewesen, zudem habe sich die Vorsitzende, Pfarrerin Ute Engel, beruflich verändert. Zudem habe es offensichtlich an aktuellen Themen gemangelt.

Das habe sich aber nun geändert, stellte Heidel fest und nannte die Stichworte Zukunft von Juz, BoxGym und Gemeindezentrum, die nicht nur die kirchlichen Gremien, sondern auch die Mitarbeiterinnen des Weststadtbüros und natürlich die Bürger des Stadtteils und von Kesselstadt umtrieben.

Brennpunkte gibt es in Fülle: Doch wer wird der Kopf des Bürgerforums?

Schnell wurde klar, dass es an Themen offensichtlich nicht mangelt, die den Bewohnern auf den Nägeln brennen, wie eine später zusammengestellte Liste, die per Abstimmung nach Prioritäten geordnet wurde, bewies. Und schnell wurde außerdem klar, dass der Weststadtkreis, ein Bürgerforum und eine Art Bürgerinitiative, eine Renaissance erleben soll.

Das Problem war nun, wer sich als Kopf, Vorsitzender oder Moderator zur Verfügung stellen würde. Immerhin war die Frage nach der Protokollführerin fix vom Tisch, denn diese Aufgabe wird weiterhin Birgit Heinz vom Weststadtbüro übernehmen.

Trio bildet die Spitze der Initiative

Auf Vorschlag von Alfred Schendzielorz erklärte sich der ehemalige „Motor“ des Weststadtkreises, Pfarrer i. R. Konrad Well, bereit, für ein Jahr in der Führung des Bürgerforums mitzuarbeiten. Etwas Überzeugungsarbeit von Teilnehmern des Abends war ebenso notwendig wie das Verlesen der von der Stadt und der Kirchengemeinde gemeinsam unterzeichneten Geschäftsordnung, weil Well nicht ohne rechtliche Legitimation diesen Posten übernehmen wollte.

Themen gibt es in der Weststadt genug – deshalb ist der Weststadtkreis, ein Bürgerforum und eine Art Bürgerinitiative, reaktiviert worden. Luftbild: Axel Häsler

Als dieser Stolperstein aus dem Weg geräumt war, hob auch Hans Burster, Mitglied im Ortsbeirat, die Hand, gefolgt von Reinhard Ziegler, sodass ein Trio sich die Arbeit an der Spitze der Bürgerinitiative Weststadtkreis zumindest ein Jahr lang teilen wird.

Vorbereitungen für die erste Sitzung laufen

„Diskutieren, streiten, was auf die Beine stellen“, formulierte Well die Ziele des Weststadtkreises, als er mit seinen Mitstreitern den Abend weiter moderierte. Seiner Ansicht nach gebe es in der Weststadt viele Baustellen und er bedauerte, dass wegen offensichtlich wichtiger Paralleltermine Vertreter beider Kirchen, der Schulen und der Kindergärten nicht zu dem Treffen kommen konnten.

Um die erste Sitzung im Januar vorbereiten zu können, fragte das Trio bei den Besuchern Themen ab, die besprochen werden müssen und die einer Lösung harren. Diese Prioritätenliste soll bei der ersten inhaltlichen Sitzung des Weststadtkreises in Angriff genommen werden, wozu kompetente Gesprächspartner eingeladen werden sollen.

Arbeitsthemen des WeststadtkreisesDie verabschiedete Prioritätenliste des Weststadtkreises: Zukunft Juz und BoxGym, Zukunft Kirchengrundstück und Gemeindezentrum, Verkehrsprobleme, Jugend in Diskussionen einbinden, Sauberkeit öffentlicher Flächen, Wiederbelebung Kurs „Deutsch für Ausländer“, Wiederaufnahme „Gespräch der Generation“, Problembereich Brachfläche Dresdener Straße, Weiterentwicklung Bürgerpark Hochgericht, Situation Kita-Plätze, Pflanzkübel auf dem Kurt-Schumacher-Platz. tse

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