Hanau

So war die Preisverleihung der Evonik-Kinderuni

Hanau. Alle sind neugierig, haben Spaß am Tüfteln und am Experimentieren: die Kinder der Kitas, der Chemiker des Industrieunternehmens Evonik, Professor Frank Menzel, und Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Von Jutta Degen-Peters

Als Finale der Evonik-Kinderuni, die der HANAUER ANZEIGER zum dritten Mal mit dem Chemieunternehmen ausrichtete, fand gestern die Preisverleihung für die kleinen Forscher statt.

Von den 30 teilnehmenden Kindergärten, die alle mit tollen Dokumentationen an dem Wettbewerb teilgenommen hatte, waren die fünf besten nach Wolfgang an den Standort von Evonik geladen, um dort auf einer Party zu tanzen, Spaß zu haben – und ihre Preise in Empfang zu nehmen. Kitas aus dem ganzen Main-Kinzig-Kreis hatten sich an der Kinderuni beteiligt, sich spielerisch an Phänomene aus der Chemie und Physik herangewagt und einfallsreiche Arbeiten vorgelegt, was die stellvertretende Chefredakteurin des HA, Yvonne Backhaus-Arnold, lobend erwähnte.

Tanzparty zur Belohnung

Zur Belohnung für die wochenlangen Mühen, die die Drei- bis Sechsjährigen gemeinsam mit ihren Erzieherinnen auf sich genommen hatten, wurden sie eineinhalb Stunden mit einer kleinen Tanzparty belohnt. Zwei Jungs von „Andersland“ in Büdingen tanzten vor und verbreiteten eine gute Laune, der sich niemand entziehen konnte.

Die Evonik-Standortleiterin Kerstin Oberhaus verriet den Jungen und Mädchen, weshalb ihr Unternehmen die Kinderuni immer wieder ausrichtet: „Wir machen das, weil auch ihr gerne tüftelt und experimentiert. Vielleicht kommt ihr später mal zu uns und arbeitet hier.“

OB Kaminsky, der mit in der Jury saß und die Arbeiten mitbewerten musste, gab zu, dass das eine schwere Aufgabe war. „Wir sollten auch an die 25 Kitas denken, die heute nicht dabei sein können. Auch sie haben tolle Arbeiten eingereicht“. Das bestätigte auch HA-Verleger Thomas Bauer, der überrascht war über die pfiffigen Resultate, die die Kitas vorgelegt hatten.

Überraschung des Professors

Professor Wenzel überraschte die kleinen Gäste – unterstützt von Sofia als Assistentin – mit einer Mickey-Mouse-Stimme, nachdem er das Helium-Gas aus einem Luftballon eingeatmet hatte. Er führte vor, wie Sprudelwasser überschäumt, wenn man Salz hinzugibt, mahnte: „Macht das nie mit Cola, das gibt eine Bärensauerei“ und zeigte, wie sich Wasser blau färbt, wenn es mit Gas vermischt wird.

Bei der Preisverleihung freute sich die katholische Kita St. Laurentius aus Bad Soden-Salmünster über den fünften Platz und 250 Euro. Sie hatte mit alltäglichen Dingen wie Essig und Milch experimentiert und das Ganze anschaulich dokumentiert.

Platz vier belegte die Kita Pusteblume in Langenselbold. Dort hatten die Kinder einen Guckkasten zum Hineinschauen gebastelt, der sich sogar beleuchten ließ. 500 Euro nahmen sie mit nach Hause.

Eine übergroße Pappfigur

Mit einer übergroßen Pappfigur namens Evi Steinäcker, die mit Forscherkittel und auf Zahnstochern aufgespießten Fotos der kleinen Forscher ausgestattet war, sicherte sich die Kita Steinäcker aus Rodenbach Platz drei und 750 Euro.

Die Kita Purzelbaum aus Rodenbach wurde mit 1500 Euro belohnt. In einem aufklappbaren 3-D-Album hatte sie unter anderem dokumentiert, wie man Butter selber macht. Den ersten Platz und 2000 Euro, die fürs Forschen und Tüfteln in der Kita auch in Zukunft gesteckt werden sollen, sicherte sich die Kinderburg Tümpelgarten. Sie hatte eine große HANAUER-ANZEIGER-Seite mit Berichten über Experimente gestaltet.

Mit Besuchen in der Alten Fasanerie wurden außerdem die Hanauer Kitas Alice Salomon und die katholische Kita St. Nikolaus bedacht. Weitere Hauptpreise gingen an die Maintaler Kita Ahornweg, die integrative Kita Zauberwald in Dörnigheim und das Kinderhaus Panama aus Neuberg.

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