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Hanau

Polizeihund Rigr fasst Flüchtigen in Mittelbuchen

Mittelbuchen. Ein Polizeiaufgebot mit mehreren Streifenwagen, ein am Boden liegender Mann sowie eine Blutlache im Bereich Lützelbucher Straße/Neue Straße haben einige Bürger des Stadtteils seit der Nacht zum Montag beschäftigt und Anlass zu Spekulationen gegeben, zumal sich die Polizei bislang in Schweigen hüllte.

Augenzeugen hatten berichtet, dass es zu einem größeren Einsatz gekommen sein soll.

Autofahrer verhielt sich merkwürdig

Auf Nachfrage hat die Polizei nun Details bekannt gegeben. Wie Polizeipressesprecher Michael Malkmus berichtete, habe eine Streifenwagenbesatzung gegen 2.40 Uhr bemerkt, dass sich der Fahrer eines Audi A6 merkwürdig verhält. Die Beamten hätten versucht, den Wagen für eine Routinekontrolle zu stoppen. „Der Fahrer fuhr jedoch zunächst schneller, bremste dann aber ab und hielt an“, so der Sprecher.

Die Kontrolle sei zunächst planmäßig verlaufen, der 37-Jährige sei kooperativ gewesen. Dann habe sich der Mann jedoch renitent verhalten und Widerstand gegen die Ordnungshüter geleistet. „Kurz darauf versuchte er, davon zu rennen“, so Malkmus.

Schäferhund beißt zu

Es blieb beim kläglichen Versuch, denn die Streifenwagenbesatzung war in dieser Nacht mit ihrem vierbeinigen Kollegen „Kommissar Rigr“ unterwegs. Der Diensthund stellte den Flüchtenden bereits nach wenigen Metern. Da sich der 37-Jährige offenbar gegen den Schäferhund wehrte, wurde es zudem es schmerzhaft. Laut Malkmus habe „Rigr“ den Mann ins Bein gebissen.

Der Festgenommene musste sich in dieser Nacht dann noch einer zweiten Blutentnahme unterziehen. Doch diese wurde wurde nicht von Hundezähnen, sondern von einem Arzt vorgenommen. Da der Verdacht besteht, dass der Mann Alkohol getrunken hat, wurde sein Führerschein sichergestellt und außerdem eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsamte geschrieben.thb

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