Der neue Sportcampus soll die marode Jahnhalle ersetzen. Für 11,75 Millionen Euro plant die Turngemeinde diesen Neubau auf der Jula-Hof-Sportanlage. Visualisierung: PM

Hanau

Planungen für den Sportcampus im Zeitplan

Hanau. Die Turngemeinde Hanau (TGH) feilt weiter an ihrem geplanten Neubau auf der Jula-Hof-Sportanlage. Dort soll für 11,75 Millionen Euro ein großer Sportcampus entstehen, der die marode Jahnhalle ersetzen soll. Die Planungen seien im Zeitplan, erklärte TGH-Präsident Rüdiger Arlt jetzt auf Nachfrage unserer Zeitung.

Von Christian DauberAllerdings habe man durch „diverse Vorgaben zur Erlangung der Zuschüsse der öffentlichen Hand“ zusätzliche Anforderungen zu erfüllen. „Zu den Kosten können wir derzeit keine Informationen geben, da aktuell die von uns beauftragten Architekten und Planer die Entwurfsplanung erstellen. Inwieweit dies zu veränderten Kosten führt bleibt abzuwarten, auch wenn allgemein die Baubranche Kostensteigerungen verzeichnet“, erklärte Arlt weiter.

Erst anlässlich der Delegiertenversammlung, die für den 18. März geplant sei, werde die TGH ausführlich über den Stand der Planungen berichten. „Bis dahin können und werden wir zur Finanzierung und eventuellen zusätzlichen Zuschüssen keine Vorabinformationen geben“, so der TGH-Präsident weiter. Baubeginn für den neuen Sportcampus soll im zweiten Halbjahr 2020 sein.

15-köpfige Projektgruppe für die Planung

Das Gebäude soll ab dem Winterhalbjahr 2022 für den Vereins- und Schulsport genutzt werden können, hieß es zuletzt. Die TGH tritt als Bauherr und Eigentümer auf. Mit der Planung ist eine 15-köpfige Projektgruppe betraut. Für den Neubau der Halle werden 10,6 Millionen Euro veranschlagt, außerdem soll die Außenanlage am Philipp-August-Schleißner-Weg neu gestaltet werden. Die Stadt Hanau unterstützt das Vorhaben mit 1,5 Millionen Euro und sichert eine Bürgschaft bis zu einer Höhe von zehn Millionen Euro zu. Der Kreis steuert 925 000 Euro bei, das Land Hessen 200 000 Euro. Hier hatte TGH-Präsident Arlt noch auf eine Erhöhung gehofft.

Der Rauswurf von Geschäftsführer Sven Mayer steht laut Arlt mit dem Thema nicht in Zusammenhang. „Unser ehemaliger Geschäftsführer war in die Planungen zum TGH-Sportcampus nicht eingebunden“, informierte Arlt. Anfang November hatte sich die TGH mit sofortiger Wirkung von Mayer getrennt. Über die Gründe war und ist nichts zu erfahren.

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