Breite Unterstützung für die neue Pflegeeinrichtung: Christoph Degen (MdL), Patrick Kremer, Hammersbachs Bürgermeister Michael Göllner, Susanne Simmler und und Wächtersbachs Bürgermeister Andreas Weiher (von links) während der Eröffnungsfeier. Foto: Holger Hackendahl

Hanau

Pflegedienst Kremer setzt im neuen Haus auf den Wohlfühlfaktor

Hanau. Der Pflege- und Betreuungsdienst Tagespflege Kremer in der Lortzingstraße 5 stellte am Samstagnachmittag mit einer Einweihungsfeier und Führungen durch die neuen Räume sein neues Tagespflege-Angebot in Hanau vor.

Von Holger Hackendahl

Eine Vielzahl von Gästen, darunter auch Kreis-Sozialdezernentin Susanne Simmler, Magistratsmitglied Hilbig, Caritas und Rot-Kreuz-Vertreter sowie einige Bürgermeister benachbarter Kommunen kamen zur Eröffnungsfeier.

Auf einer Fläche von 700 Quadratmetern im Souterrain des Wohnstift Hanau hat die Tagespflege Kremer im „Haus Hanau“ Platz, um bis zu 34 Gäste gleichzeitig zu betreuen, erläuterte Geschäftsführer Patrick Kremer. In siebenmonatiger Bauzeit und mit einer Bausumme von 820 000 Euro wurden die Räume, in der zuvor die Zentrale der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig untergebracht war, zu einer Tagespflege-Einrichtung umgebaut.Modern, funktional und behindertengerecht gestaltete Aufenthalts- und Ruheräume, Multifunktions- und Therapieräume, barrierefreie Toiletten sowie ein Außenbereich sorgen dafür, dass sich die Gäste wohl fühlen.

Das dritte Haus der Pflegeeinrichtung

Nach Ronneburg (eröffnet 2016) und Gründau (eröffnet 2017) ist das „Haus Hanau“ die dritte Tagespflegeeinrichtung. „Sie ist die größte ihrer Art im Main-Kinzig-Kreis und dem Rhein-Main-Gebiet“, erläutert Patrick Kremer, dessen Unternehmensstammsitz sich in Hammersbach befindet.

Mit dem „Haus Hanau“ entlastet die Tagespflege Kremer Angehörige von Pflegebedürftigen und ermöglicht es den Pflegebedürftigen, bis zu fünf Tage in der Woche in Gemeinschaft zu verbringen und damit den Einzug in ein Pflegeheim zu vermeiden oder zu verzögern. Ausgebildete Fachkräfte sorgen von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr für eine Rundum-Betreuung. „Unsere Mitarbeiter sind fachlich und sozial besonders ausgebildet und verfügen über langjährige Erfahrung in der Betreuung, auch von demenzkranken Menschen“, erläutert Kremer.

Stellenschlüssel eins zu vier

Im Konzept der Tagespflege werden die individuellen Bedürfnisse der Tagesgäste berücksichtigt. Gleichzeitig ist die Tagesstruktur ein ganz wichtiger Anker. Sie gibt den Gästen das Gefühl, sich im Alltag in einer vertrauensvollen Umgebung zurecht zu finden. Das schafft eine Atmosphäre der Sicherheit. „Wir sprechen intensiv mit den Angehörigen vor dem Besuch der Tagespflege, informieren sie umfassend und zeigen die Möglichkeiten auf, die es für die Gäste in der Tagespflege gibt, sowie auch die Möglichkeiten der Finanzierung über die Pflegekassen.“ Ein Stellenschlüssel von eins zu vier, das heißt, eine Pflegekraft betreut vier Gäste, sorgt für eine sehr gute Rundumbetreuung.

„Bei der Eröffnung am 2. Mai kamen bereits 16 Gäste und es werden immer mehr“, erläuterte Patrick Kremer in seiner Eröffnungsansprache und dankte Projektleiter Klaus Schäfer für die Einhaltung des Bauzeitplans mit einem Salzkuchen. „Wir haben zwei Autos mit je acht Sitzplätzen, nun haben wir aufgrund der steigenden Nachfrage einen weiteren Transporter zugekauft.“

Zwei- bis dreimal die Woche

Die Gäste werden vom Fahrdienst der mehrfach als Top-Arbeitgeber ausgezeichneten Tagespflege Kremer, die 1990 von Seniorchef Martin Kremer und seiner Ehefrau Hannelore gegründet wurde, zu Hause abgeholt. Sie werden dann gemeinsam mit anderen Gästen zur Tagespflege im „Haus Hanau“ in der Lortzingstraße 5 gefahren. Dort wird zunächst in geselliger Runde ausgiebig gefrühstückt. Den Vormittag gestaltet das Team aus Schwestern und Betreuungskräften mit verschiedenen Freizeit- und Beschäftigungsaktivitäten.

„In der Regel sind Gäste bei uns zwei- bis dreimal in der Woche“, erläutert Kremer. Zum Mittag wird gemeinsam in einer offenen Küche gekocht und gegessen, anschließend findet eine Ruhestunde in speziellen Ruhesesseln statt. Danach gibt es noch ein kleineres Nachmittagsprogramm mit gemeinschaftlicher Kaffeetafel. Ab 15.30 Uhr bringt der Fahrdienst die Gäste dann wieder zurück nach Hause.

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