Abenteuerlich sind die Geh- und Radwege beidseits der Kastanienallee. Sie sollen auf Antrag der CDU repariert werden. Foto: Seifert

Hanau

Ortsbeirat beklagt Schäden an Fuß- und Radwegen in Kastanienallee

Hanau. Ein „teuflisches Thema“ trieb jetzt den Ortsbeirat Kesselstadt/Weststadt bei seiner jüngsten Sitzung im Olof-Palme-Haus um. Er sprach sich einstimmig dafür aus, den Teufelsbrunnen an der Philippsruher Allee gegenüber der Remise von Schloss Philippsruhe zu sanieren.

Von Thomas Seifert

Ferner votierte das Gremium ebenfalls einmütig für drei weitere Anträge, die sich mit Verkehrsfragen beschäftigten.

In den Augen der SPD ist der Zustand des Brunnens an der Remise nicht mehr hinnehmbar. Der Sandstein sei porös und marode, das Brunnenbecken werde zugemüllt, und der seitwärts angebrachte Schwengel sei nicht mehr stabil, Abhilfe tue deshalb Not. Das sahen die übrigen Fraktionen genauso, weshalb es ohne Debatte grünes Licht für dieses Ansinnen gab. Ferner forderte die CDU vom Magistrat, dass die Schäden an den Geh- und Radwegen beidseitig der Kastanienallee schnellstmöglich beseitigt werden. Hochstehende Gehwegplatten zwängen vor allem ältere Bürger mit Rollatoren sogar dazu, die Fahrbahn zu benutzen.

Fläche in der Königsberger Straße als Vorbild

Radfahrern beschere dies auf verschiedenen Abschnitten Berg- und Talfahrten. Da eine finanzielle Heranziehung der Anlieger per Stadtverordnetenbeschluss vom Tisch sei, könne man diese Maßnahme nun zügig angehen, so der Tenor im Ortsbeirat. Der Magistrat möge ebenfalls eruieren lassen, formulierte die SPD, welche Flächen in den beiden Stadtteilen für die Nutzung als Wildblumen- oder Wildkräuterareale genutzt werden könnten.

Als Vorbild wurde eine Fläche in der Königsberger Straße genannt, die von der Wohnungsbaugenossenschaft Nassauische Heimstätte entsprechend angelegt worden sei. Denkbar, hieß es im Antrag, wären Flächen an der Otto-Hahn-Schule, im Bereich Dresdener Straße und an den Kaiserteichen. Für das Ausbringen des Saatguts wollen Mitglieder des Ortsbeirats sorgen.

Seit auch noch Ausweichverkehr aus Maintal wegen der derzeit stillgelegten Fähre von Dörnigheim nach Mühlheim die Landstraße befahre, habe sich der Lärmpegel vor allem in den Abendstunden nach Abschaltung der Ampelanlage an der Kreuzung mit der Burgallee deutlich erhöht, stellte die SPD fest. Deshalb solle der Magistrat Maßnahmen ergreifen, um den Autolärm – möglicherweise durch eine weitere Blitzanlage in Richtung Maintal – zu vermindern, um die genervten Anwohner zu entlasten.

32000 Euro in neue Rechner investiert

An den beiden Grundschulen Wilhelm-Geibel-Schule (zweizügig) und Heinrich-Heine-Schule (dreizügig) seien in den vergangenen Jahren etliche Verbesserungen umgesetzt worden, berichteten Vertreter des Schulverwaltungsamts der Stadt im Zuge der Vorstellung des Schulentwicklungsplans 2018 bis 2022.

Eine ehemalige Hausmeisterwohnung der Geibel-Schule sei zu einem Wohlfühlraum für die Schulkinder mit einem finanziellen Aufwand von 30 000 Euro umgewandelt und in der Küche seien Verbesserungen im Werte von 2500 Euro umgesetzt worden. Zudem habe man die Schule komplett verkabelt und mit WLAN-Zugangspunkten ausgestattet, Kostenpunkt 25 000 Euro. Letztlich seien 14 PC und acht Notebooks gegen aktuelle Hardware ausgetauscht worden, was mit weiteren 37 500 Euro zu Buche geschlagen habe.

An der Heinrich-Heine-Schule habe die Stadt 13 Rechner mit pädagogischer Infrastruktur ertüchtigt, hier seien 32000 Euro investiert worden. Ansonsten gelte für beide Schulen mit Blick auf die nächsten Jahre: alles im grünen Bereich.

Pläne für Bahnunterführung

Letztlich erläuterte Stadtrat Morlock noch mit Unterstützung von Planer Preis das Großvorhaben Bau einer Unterführung im Zuge der Frankfurter Landstraße mit Hinblick auf die geplante nordmainische S-Bahn-Linie und den Radschnellweg Hanau–Maintal–Frankfurt mit einer Bauzeit von vier Jahren. Erste Vorarbeiten seien bereits für Mitte 2019 geplant mit weitreichenden Folgen für Anwohner und Verkehrsströme während der Bauzeit und letztlich auch mit Auswirkungen auf dem umzubauenden Kreuzungsbereich Kastanienallee/Frankfurter Landstraße.

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