Verletzt: SG Bruchköbels Kreisläufer Tobias Jockel kann seinem Team nur die Daumen drücken. Archivfoto: TAP

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Oberliga: SG Bruchköbel will Mini-Krise beenden

Handball. Nachdem die SG Bruchköbel gut in die Oberliga-Saison gestartet war, hochkarätige Gegner wie die HSG Pohlheim oder die TSG Offenbach-Bürgel in die Knie zwingen und zwischenzeitlich vier Spiele in Folge gewinnen konnte, steckt das Team von Tegaday Ramos-Nuez aktuell in einer kleinen Krise.

Von Robert Giese

Gegen zwei Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte verlor die SGB in den Vorwochen, weshalb gegen die MSG Umstadt/Habitzheim am Samstagabend nun die Trendwende her soll.

Als Tabellenzehnter befindet sich die MSG in direkter Nachbarschaft zu den Teams, mit denen sich die Bruchköbeler zuletzt so schwer taten, denn die TSG Münster und die MT Melsungen II stehen in der Tabelle knapp vor den Südhessen. Weiter nach unten soll es für sein Team in diesem Jahr nicht gehen, wie Ramos-Nuez unter der Woche klargestellt hatte – in den verbleibenden drei Spielen bis zur Winterpause hat der Bruchköbeler Coach drei Siege eingeplant.

Stärken des Gegners sind in Erinnerung geblieben

Verzichten muss der Trainer der Bruchköbeler dabei auf Kreisläufer Tobias Jockel, der sich vor rund zwei Wochen am Außenband verletzt hat und die beiden jüngsten Niederlagen daher nur von der Seitenlinie aus verfolgen konnte. „Momentan kann ich auch noch nicht wieder mittrainieren, ein Comeback noch in diesem Jahr wird schwierig“, schätzt Jockel, dass er sich wohl weiter in Geduld üben muss. Für die Rückrunde steht der Kreisläufer aber bereits in den Startlöchern.

Die MSG Umstadt/Habitzheim kennen Jockel und die meisten seiner Teamkollegen noch aus der Saisonvorbereitung, allzu viele Rückschlüsse will der Kreisläufer daraus jedoch nicht ziehen. „Einerseits war unser Team damals noch nicht ganz komplett, andererseits haben wir in diesem Testspiel viel ausprobiert“, gibt Jockel zu bedenken, einige Stärken des Gegners sind den Bruchköbelern aber dennoch in Erinnerung geblieben.

Team habe sich zuletzt in einer schwierigen Phase befunden

Dazu zählt laut Jockel die Erfahrung der gegnerischen Mannschaft, die – zumindest im Testspiel – aber auch mit viel Tempo und über die Außenspieler Druck erzeugt habe. „Sie hatten in der Liga zwar wechselhafte Ergebnisse“, meint der Bruchköbeler Sommerneuzugang, „aber sie sind kein einfacher Gegner, wir dürfen sie keinesfalls unterschätzen.“ Wozu die MSG gerade in eigener Halle im Stande ist, demonstrierte sie unter anderem schon beim Heimsieg gegen Dotzheim, der TSG Offenbach-Bürgel knöpften die Südhessen zu Hause zudem immerhin einen Punkt ab.

Das soll den Bruchköbelern nach Möglichkeit nicht widerfahren, auch wenn Jockel einräumt, dass sich das Team „zuletzt in einer schwierigen Phase“ befunden habe: Durch einige angeschlagene Spieler sei der Kader im Training selten vollzählig gewesen, was sich auch auf die Leistung in den Spielen auswirken könne.

SGB wolle wieder Feuer zeigen

Sichtbar werde das vor allem an der fehlenden Abstimmung an der Abwehr, welche die SGB in den vergangenen Spielen an den Tag legte, und an der Fehlerquote im Angriff. „Da waren so viele einfache Fehler oder überhastete Abschlüsse dabei“, erinnert Jockel an die durchwachsene Offensivleistung in den Partien gegen Münster und Melsungen – und hofft, dass die Mannschaft diese Fehler so schnell wie möglich abstellen kann.

Die Mannschaft, die sich am Samstagabend anschicken wird, die kleine Negativserie der Bruchköbeler zu beenden, wird dabei wohl das gleiche Gesicht haben wie in der Vorwoche, „wobei man nie sagen kann, wie gut wir die Erkältungswelle überstehen“. Unabhängig vom Kader ist für Jockel aber klar, wo das Team hin will: „Zuletzt hat bei uns so ein bisschen das Feuer gefehlt, aber wir wollen wieder dahin zurück, wo wir in den Spielen gegen Pohlheim oder Kleenheim waren.“

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