Nidderau

Nidderau verabschiedet Etat mit Defizit von 2,35 Millionen

Nidderau. Dass Nidderau seinen Haushalt 2015, der in der gestrigen Stadtverordnetenversammlung verabschiedet wurde, mit einem Defizit von 2,35 Millionen Euro abschließt, war nur der SPD und den Grünen ein lobendes Wort wert. Sie betrachteten wohlwollend das aktuelle Minus im Vergleich zum Vorjahr, in dem 4,4 Millionen aufgelaufen waren. Vor den Augen der Freien Wählergemeinschaft aber fand der Etat keine Gnade.

Fraktionschef Gerhard Wukasch ärgerte sich darüber, dass trotz Erhöhungen von Grundsteuer und Kita-Gebühren das im Konsolidierungspfad angepeilte Minus von 700 000 Euro weit überschritten wurde.Sowohl Wukasch als auch CDU-Fraktionschef Uwe Richter wiesen darauf hin, dass die Kämmerin, Erste Stadträtin Monika Sperzel, mit der Kommunalaufsicht des Kreises ausgehandelt habe, dass das Defizit anstelle der eigentlich geplanten 700 000 Euro zwei Millionen Euro umfassen dürfe. Während Wukasch kritisierte, dass die Verwaltung Vorschläge schuldig bleibe, das Defizit auf eben diese zwei Millionen zu drücken, nahm Richter Zuflucht zum Sarkasmus. „Was, wenn die Kommunalaufsicht doch nicht mitspielt und die neuerliche Kreditaufnahmen nicht akzeptiert?“ Auch kein Problem, dann treffe man sich erneut zur Beratung des zweiten Haushaltsentwurfs. Darin habe man ja bereits Übung, so Richter mit einem Seitenhieb gegen die Kämmerin. Folglich lehnten sowohl CDU als auch FWG den Haushaltsentwurf 2015 ab. Dieser hat ein Volumen von 34,6 Millionen Euro und einen Kassenkreditrahmen von 29 Millionen Euro. Für die Personalkosten sind 2015 rund 11,2 Millionen Euro veranschlagt, bei den Gewerbesteuereinnahmen wird mit 5,616 Millionen Euro gerechnet, bei der Einkommensteuer mit 13,050 Millionen Euro.Mehr Infos im HANAUER vom 31. Januar 2015

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