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Neuer Orthopädie-Chefarzt will mehr für die Füße tun

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Professor Dr. Mark Lehnert hat große Pläne für seine neue Stelle in Hanau. Foto: Schlitt
Professor Dr. Mark Lehnert hat große Pläne für seine neue Stelle in Hanau. Foto: Schlitt

Hanau. Der neue Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum Hanau, Professor Dr. Mark Lehnert, ist zwar erst am Samstag offiziell in sein Amt eingeführt worden, hat aber schon einiges erreicht. Vor allem Menschen mit längeren Schmerzzuständen in Händen und Füßen kann nun besser geholfen werden.

Von Reinhold Schlitt

Der neue Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum Hanau, Professor Dr. Mark Lehnert, sieht seine Erwartungen mit dem Wechsel von der Universitätsklinik Frankfurt an das Klinikum Hanau „voll und ganz erfüllt“. Lehnert und sein Hanauer Team hatten zu Beginn ihrer Zusammenarbeit unter anderem das Leistungsspektrum im Bereich der Hand- und Fußchirurgie ausgebaut.

Der Chirurg ist seit Jahresanfang in Hanau tätig und wurde am Samstag offiziell in sein Amt eingeführt. Der HA hat mit ihm gesprochen.

Herr Professor Lehnert, vor einem knappen halben Jahr sind Sie von der Universitätsklinik in Frankfurt an das Klinikum Hanau gewechselt. Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?„Die mit dem Wechsel auf die Chefarztposition in Hanau verknüpften Erwartungen haben sich voll und ganz erfüllt – in einem hochprofessionellen Klinikum mit dem jungen, motivierten und gut ausgebildeten Team unserer Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie das Angebot an moderner Unfallchirurgie für die Stadt Hanau und den Landkreis zu sichern und auszubauen.“

Die Versorgung von akuten Unfallverletzungen ist Ihr „Hauptgeschäft“. Daneben haben Sie Ihr Augenmerk auf Beschwerdebilder der Hand- und Fußgelenke als häufige Folgen von Unfallverletzungen gelenkt. Vor welchem Hintergrund?„Diesen Bereich kann man nicht losgelöst sehen vom breiten Spektrum der Unfallchirurgie. Gerade bei Mehrfachverletzungen sind schmerzhafte und behindernde Zustände an Hand- und Fußgelenken eine häufige Folge, mit denen Unfallpatienten oft noch lange zu tun haben. Nicht selten sind dann sogenannte rekonstruktive Eingriffe notwendig. Und natürlich sollten wir die Hand- und Fußerkrankungen außerhalb eines Unfallgeschehens nicht vergessen. Da liegt es auf der Hand, dass ein modernes Klinikum der Vollversorgung hier auch eine entsprechende Expertise vorhält . . .

. . . die es bisher im Klinikum Hanau nicht gab?„Bleiben wir mal bei der planbaren Fußchirurgie. Hier hat es bislang an unserem Klinikum in der Tat keine eigenen Ressourcen gegeben. Folglich ist es im Interesse der Patienten, ein möglichst wohnortnahes Angebot zu schaffen. Darauf haben mein Team und ich gleich zu Beginn meiner Tätigkeit in Hanau großen Wert gelegt. Jetzt können Patienten mit länger bestehenden Schmerzzuständen im Bereich der Füße und Hände zu uns kommen. Wir beraten sie in Ruhe und loten aus, ob und welcher Eingriff notwendig und ratsam ist und welcher Behandlungspfad für ihr spezielles Beschwerdebild geeignet ist. Ich bin schon ein wenig stolz darauf sagen zu können, dass solche Patienten nicht mehr weite Wege zu anderen Spezialisten zurücklegen müssen und sie am Klinikum Hanau gut aufgehoben sind. Aber auch andere Bereiche des unfallchirurgisch/orthopädischen Fachgebietes, wie zum Beispiel der geplante Hüft- oder Kniegelenksersatz, werden in unserer Klinik auf hohem Niveau wohnortnah angeboten.“

Weite Wege, obwohl das beschriebene Beschwerdebild häufig vorkommt?„Das ist sicher auch eine Frage des Standortes. Aber bedenken Sie, dass es sich insbesondere bei dem Gebiet der Fußchirurgie, wie es hier beschrieben wird, um ein vergleichsweise junges Gebiet innerhalb der Chirurgie handelt. Es gibt hier zwar für die Ärzte bundesweit Weiterbildungen, aber unterm Strich muss man doch feststellen, dass sich noch zu wenige Kliniken insbesondere die Fußchirurgie auf ihre Fahnen geschrieben haben. Deswegen haben viele Patienten je nach Region oft weite Wege zu ihren Spezialisten.“

Arbeiten Sie denn mit Ihren niedergelassenen ärztlichen Kollegen in Hanau zusammen?„Aber ja. Uns geht es ja nicht um Konkurrenz, sondern um die fachliche Expertise und um die sinnvolle Ergänzung des Leistungsspektrums. Der Austausch innerhalb der Ärzteschaft – über einzelne Fachdisziplinen hinweg – ist deshalb sehr wichtig, gerade auch für unsere niedergelassenen Kollegen. Die haben ja im Sinne ihrer Patienten ein großes Interesse an einem breiten speziellen Versorgungsspektrum vor ihrer Haustür. Ein Austausch mit ihnen auf hohem fachlichen Niveau und über kurze Kommunikationswege ist unser Ziel. Und da waren wir in den ersten Monaten meiner Tätigkeit hier in Hanau schon sehr aktiv und haben uns als Ansprechpartner für Probleme auf dem Gebiet der Hand- und Fußchirurgie angeboten.“

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